JESU WIEDERKUNFT NACH SEINER HIMMELFAHRT: „SO?“ – ODER IRGENDWIE ?

Eine ekklesiologische Schrift-Meditation zum „Hochfest Christi Himmelfahrt“ (1.Lesung: Apg 1,1-11),
Der Verfasser dieser Arbeit meint, dass sie auch ein Element der Antwort auf die Frage bietet, ob der heutige Vorbehalt der katholischen Kirche (und der orthodoxen Patriarchatskirchen) gegen die Frauenordination den unwiderruflichen Stiftungswillen des gekommenen Messias, Jesus von Nazareth, für seine Messias-Gemeinde (qahal) widergibt. Dieser Vorbehalt gründet nicht auf einer zeitbedingten patriarch-alischen Kultur während des „Erdenlebens“ Jesu. Wäre das der Fall, dann könnte man ohne Glaubensverlust für die apostolische Kirche (siehe das Große Glaubens-bekenntnis der frühchristlichen Konzilien von Nizäa (325) und (in Endgestalt) des 1.Konzils von Konstantinopel (381) ohne weiteres behaupten, dass diese in der „modernen“ Zeit der gesellschaftlichen „Gleichberechtigung von Mann/Frau“ nicht mehr gilt.
Diese Meditation könnte auch eine Ermutigung sein, einen katechetischen Beitrag dazu zu leisten, die „Ämterfrage“ in ökumenischer Zusammenarbeit zwischen Katholiken und Lutheranern in Auslegung der Heiligen Schrift (!) zu eröffnen. In diesem gegenwärtigen Artikel geht es um das kanonische „Lukas-Evangelium“ und die kanonische „Apostelgeschichte“, die beide ursprünglich das literarische Doppelwerk des heidenchristlichen Evangelisten Lukas darstellten. Es ist eine heilsgeschichtliche Fügung, dass der kränkliche spätere Apostel Paulus auf seinen Missionsreisen als Begleiter eines Arztes bedurfte und dabei auf den – für damalige Zeiten akademisch gebildeten Heidenchristen Lukas traf. Daraus ergab sich eine Synergie besonders befruchtender Gegenseitigkeit.

Mit dieser vorliegenden Arbeit möchte sich der Verfasser in die Tradition des patristischen genus litterarium: „de catechizandis rudibus“ stellen (in die Literaturgattung der Zeit der „klassischen“ Glaubensväter (Patristik) mit der Entfaltung von „Katechesen für einfache, nicht studierte, Taufwerber“.

Im heilsgeschichtlichen Zusammenhang „ist das Mann-sein und Frau-sein durch Jesus anders positioniert.“

(Prof. Dr. Hanna Gerl-Falkowitz, Ehrenmitglied des Professorenkollegiums der Päpstlichen Hochschule „Benedikt XVI.“ Heiligenkreuz)

Verfasst von KonsR. Lic.theol, P. Robert Bösner OSB – Stift Altenburg

Engel-Erscheinungen in der Hl. Schrift geben oft heilsgeschichtliche Hinweise Das Erscheinen und das Sprechen der „zwei Männer in weißen Gewändern“ mit den Aposteln anlässlich der Himmelfahrt des Herrn will auf ganz bestimmte Zusammen- nge hinweisen (Apg 1,11) Ihre Anrede will den Mitgliedern des apostolischen „Zwölferkreises“ (Apg 1,13c) zu Hilfe kommen – diesen vom Herrn selbst berufenen Jüngern, die die Freude des ersten Beisammenseins mit dem auferstandenen Jesus (1) nach seiner Kreuzigung erleben durften, die aber auch die (wehmütige) Freude des letzten sichtbaren Beisammenseins mit ihrem gekreuzigten und  auferstandenen

 

Herrn erleben durften, nachdem er „im Zwölferkreis“ mit ihnen vom „Reich Gottes“ gesprochen und ihnen „im Heiligen Geist Aufträge erteilt hatte“. Vierzig Tage hat er sich ihnen in besonderer Weise gewidmet und aus ihren späteren Entscheidungen wird man ablesen können, was sie von ihm „im Heiligen Geist“ gelernt haben

Dieser „Zwölfer-Kreis“ bestand damals aber – wie aus der Heiligen Schrift ersichtlich ist – nur aus elf Jüngern (Apg 1,13b: mit Petrus noch zehn; zu Pfingsten (nur einige Tage später, nach der Neubesetzung des leer gewordenen  Platzes des Apostel Judas Iskarioth durch Matthias) wird nach  der Geistsendung ausdrücklich gesagt: „Petrus zusammen mit den Elf“ vgl. Apg 2,14)

Welche Aufgabe sollten diese Engel erfüllen?

Die zwei Himmelsboten sollten diese schlichten, arbeitsgewohnten Fischer von Galiläa vor der verwirrenden Faszination der Einmaligkeit des unwahrscheinlichen (göttlichen) Ereignisses der Auferstehung des Messias bewahren. Die Apostel glaubten ja an Jesus als den jetzt gekommenen Messias (griech.: christós).

Dieser wurde aber qualvoll getötet durch Kreuzigung! Das heißt, die Hohepriester und die Ältesten haben den vom Vater im Himmel Versprochenen, den „Segensbringer für alle Völker der Welt“ (Gottesverheißung an den Patriarchen Abram, Gen 12,3 und Kommentar dazu durch die biblischen Weisheitslehrer) mit der Kreuzigung öffentlich als einen von Gott „verfluchten“ Religionsstörer hingestellt (2). Gerade dieser Kontrast zwischen der Auferstehung eines getöteten Messias, Christus, und seiner Verurteilung als Gottverfluchten und dann wieder die Epiphanie, das heißt die Offenbarung der Gottesgegenwart bei seiner Aufnahme in den Himmel (3), das ist eine Situation, die für menschliche (Verständnis-) Kräfte zu viel ist.

1. EXKURS

Göttliche Wirklichkeiten sind von vornherein immer größer…

…als die Aufnahmefähigkeit des rein menschlichen Wesens und Denkens. Daraus resultiert eine bestimmte – wenn auch nicht zerstörerische – Verwirrung und anfängliche (glückliche) Orientierungslosigkeit bei den Begnadeten (gegenüber ihrem bisherigen inneren Gleichgewicht).

Bei einem ähnlichen Erlebnis der unverhüllten Gottheit des Messias, nämlich bei der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor, ( Lk 9, 28-36;) ergab sich bei den Aposteln ein nicht unähnliches einseitig-verwirrtes Verhalten: „Petrus wusste nicht, was er sagte“ siehe v.33 d).

Bei der Himmelfahrt des Herrn haben jene zwei Engel mit ihrer mahnenden Frage die Apostel aus der Faszination dieses göttlichen (Groß-) Ereignisses gleichsam „in die (Kleinheit der) irdische Wirklichkeit zurückgerufen“: „Warum schaut ihr Männer von Galiläa so“ (Anm.: verzückt) zum Himmel hinauf?“ Wollen sie die übernatürliche Schönheit und Herrlichkeit des Auferstandenen festhalten, genießen, nicht mehr hergeben?

Neben der schon vorhin erwähnten Episode beim Apostel Petrus kann man ein ähnliches Phänomen bei Maria von Magdala bemerken, wie sie reagierte anlässlich der schrittweisen (zuerst meinte sie ja, es sei der Friedhofsgärtner) dann aber unverhüllten Erscheinung des Auferstandenen bei seinem Grab (Joh 20, 11-18). In Anbetung (niederkniend) möchte sie den Auferstandenen liebevoll umarmend festhalten und nicht mehr loslassen! „Rühre mich nicht an (will sagen:(vgl. syrischer Text): „Lass mich los! Ich bin noch nicht (endgültig) zu meinem Vater hinauf gegangen.“ (Jesus will sagen; Du  bist  noch hier auf Erden(!), wo sich noch nicht gleichzeitig (in einem Augenblick) alles verwirklichen kann, was in der göttlichen Herrlichkeit gleichzeitig existiert, geschaut und erlebt werden kann).

Und um Maria von Magdala gleichsam die Loslösung von sich zu „erleichtern“, gibt Jesus ihr einen Auftrag. (vgl. Papst Franziskus: Präfation beim Fest der ‚apostola apostolorum‘ „ ..und Er ehrt sie (Maria von Magdala) vor den Aposteln mit einem officium, einer hilfreichen Dienstleistung, einer selbstlosen, verzichtbereiten „Liebesdienst-Aufgabe“ für den Apostolats-„Kreis der Zwölf“, der aber – nach dem Hinweggang des Judas aus Karioth – immer noch nur aus  Elf bestand. Diese Elf fühlten sich damals schuldbewusst, weil sie Jesus bei seiner Gefangennahme am Ölberg verlassen hatten; darüber hinaus bangten sie um ihr Leben, weil sie sich offenbar nun fürchten, dass sie als die – bei den Pharisäern als die „Jesus- Jünger“ bekannten – Männer wahrscheinlich als Nächste nach Jesus gekreuzigt werden.

Der Liebesdienst, mit dem der Herr Maria von Magdala „im Angesicht der Apostel“, „vor den Aposteln“ „ehrte“, bestand darin, dass Magdalena den (schuldbewusst verzagten) Elf, die sich hinter verschlossenen Türen verschanzt hatten, eine stabilisierende, trostvolle Nachricht von Jesus ausrichten darf: „Er wies sie an: „Geh zu meinen Brüdern (!)“ Nicht: Geh zu meinen – mich treulos verlassen habenden – „Versagern“, sondern zu meinen „Brüdern.“ Als solche (!) habe ich sie auserwählt und ihnen durch mein Erlösungswerk dieses Geschenk meiner erbarmungsreichen Berufung gegeben. Das hat sie „geadelt“, das ist eine geistliche Wirklichkeit, die stärker ist als ihr Versagen. Sag ihnen weiter: „Ich gehe zu meinem Gott und zu eurem Gott“ (das heißt, er ist noch immer euer „Gott“ – der euch liebt und nicht verachtet !) „ zu meinem Vater und zu eurem „Vater“ (diese Würde – nämlich vor Gott, dem Vater meine (Mit-) Brüder zu sein – habe ich euch nicht weggenommen und euer Versagen hat nicht die Kraft, dass sie euch diese Würde ohne meine – und des Vaters – Zustimmung, bzw. entgegen den Absichten des  Heiligen Geistes (!)- eigenmächtig weg nehmen könnte!).

2. EXKURS

JESUS –„eingehüllt“ in frühere Begegnungen mit den Aposteln

Anders als die Engel sind wir Menschen, „die die Erde gebar“ (GL 711,2, in der 1. Strophe) „unerfahren“ im Umgang mit der Seins-Weise Gottes. Für diese „zwei Engel in strahlendem Himmelsglanze“ (vgl. Apg 1,10ss) hat die Erfahrung der göttlichen Seins-Weise des auferstandenen und verklärten Messias in der Herrlichkeit des Vaters keinen so faszinierenden „Ausnahme-Charakter“ wie für diese elf handfesten Fischer (oder wie für die überglückliche Maria Magdalena und wie für den „verzückten“ Petrus bei der Verklärung des Herrn am Berg Tabor)

Etwas anders verhält es sich jedoch

beim – seit seinem Kreuzestod und seiner Auferstehung – 40tägigen fast regelmäßigen Erscheinen des „Siegers über Sünde und Tod“ (vgl. österlicher Einschub in die Einladung zum Friedensgruß bei der Eucharistiefeier). Er ist aber nicht nur der Sieger über „Sünde und Tod“, sondern er ist auch der „Sieger über den „ Widersacher Gottes“, den Satan, weil er der Messias ist!

Bei ihnen, dem Kollegium seiner (dh. von Jesus selbst!) berufenen künftigen Stellvertreter war es damals – in jenen 40 Tagen – dennoch irgendwie anders. Trotz Ihrer menschlichen Hinfälligkeit(!) war Er, der Auferstandene (!), mit Ihnen, den Mitgliedern des Zwölferkreises, gemeinschaftlich verbunden, „beim Mahl beisammen“ so wie früher(!). Er ist der göttlich Auferstandene, aber! – so könnte man sagen – „eingehüllt“ in die früheren Erfahrungen des Beisammenseins mit ihnen, aus der Zeit v o r seinem Leiden, Tod und Auferstehen.

Unwiderrufliche Einführung der Apostel in ihre „religiöse“ Sendung – trotz ihrer „politischen“ Erwartungen.

Damals aber, in den „vierzig Tagen“, „sprach er mit ihnen „über das Reich Gottes“ als eine (lebendige) Wirklichkeit (indem er „ihnen nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt“ hat, „dass er lebt.“ (Apg 1,3b) Während er z.B. in Mt 13,1 -53 bei seinem öffentlichen Lehren in der Zeit seines irdischen Lebens (Gleichnisrede über das Himmelreich) „nur in Gleichnissen zu den Menschen sprach“, sagte Er zu ihnen „Euch aber, meinen Aposteln, ist es gegeben, die Geheimnisse des (Himmel-) Reiches zu verstehen!“
In jenen „vierzig Tagen“ gab er „den Aposteln im Heiligen Geist (!) Anweisungen“ (Apg 1,2b), was so viel wie unwiderrufliche (!) Anordnungen für sie, seine künftigen Stellvertreter, bedeutet. Sie sollten endgültig Jesus als den verheißenen religiösen Messias und seine religiöse Sendung zu allen Völkern (vgl. Gen 12,3c) annehmen können. Für die elf vorhandenen Mitglieder des „Zwölferkreises“ war dieses – fast tägliche – Beisammensein mit Jesus eine große überraschende Freude. Durch ihre Erfahrung des früheren, dreijährigen Umganges mit Jesus waren sie gelöst, locker, ja, sie nutzten diese Gelegenheit auch, um ihren Herrn (4) neugierig-erwartungsvoll zu fragen, „ob er in diesen Tagen das“- rein innerweltlich verstandene  großjüdische (Welt-) „Reich aufrichten werde?“, in dem sie sich – ganz menschlich gesehen – besondere politische Positionen erhofften. “Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater (!) in seiner (hoheitlichen) Macht festgesetzt hat“ (Apg 1,7).
Im religiösen Zusammenhang seiner Sendung, die er dem Vater im Himmel für alle (Heiden-) Völker gewidmet hat, gibt es Wichtigeres als den kleinen persönlichen (!) Ehrgeiz und familiäre (!) Erwartungen (Bitte der Mutter der Zebedäus-Söhn).

Jesus redete damals mit seinen Aposteln „lehrhaft“,

nicht in erster Linie, um sie zu „belohnen“ (das kommt erst später) – sondern, um sie für ihre kommende (religiöse) Aufgabe (!) als seine Stellvertreter zu rüsten. Der Herr wollte ihr Verständnis über ihn und seine Sendung vertiefen und gleichzeitiger wollte er auch, dass sie ihre eigene (!) Identität als Apostel Jesu (!) deutlicher erfassen könnten. Sie sollten nicht erst – nach seiner Hinwegnahme von der Erde – tastend erproben müssen, was sie als seine Stellvertreter tun sollten (nach der menschlichen Erfahrungs-Regel: „trial and error“ dh. ‚ Ausprobieren durch Zulassen von Irrtum‘), um herauszufinden, wie sie ihre neue, „noch ungewohnte Aufgabe“ – zumindest für sich selbst plausibel (!) – zu erfüllen hätten.                                                                  Von allem Anfang an sollen die Apostel um die gottgewollte innere Ordnung der „Messias Gemeinde“ wissen. Sie, seine Apostel, wussten nach diesen – vom auferstandenen Jesus gehaltenen – „vierzigtägigen Exerzitien“ schon ziemlich genau – sozusagen von allem Anfang an, was sie zu tun hätten, wenn ihnen der auferstandene Herr – nach seiner Himmelfahrt – nicht mehr so direkt „zur Verfügung“ stehen wird, um ihn fragen zu können oder um von ihm Rat zu bekommen. Jesus hat ihnen ganz deutlich zu wissen gegeben, nach welcher gottgewollten inneren Ordnung sie die messianische Jünger-Gemeinde (kirchliche Gemeinde) zielgerichtet (!) zu gestalten hätten.

Die „mahnende“ Frage der Engel soll die Apostel aus der Selbstgenügsamkeit ihrer Faszination“ herausholen.

Es sollte den Aposteln nicht (!) einfach genügen, nur bei der geistmächtig vollzogenen Auferstehung und Himmelfahrt Jesu in der „erfolgreichen“ Kraft des Vaters und des Heiligen Geistes „glücklich“ dabei gewesen zu sein (fast wie unbeteiligte Zuschauer einer „großartigen himmlischen Show“). „Ihr Männer von Galiläa, warum schaut ihr so“ (verzückt)„zum Himmel hinauf?“, um dann später (vielleicht!) davon „nur“ – je nach eurer verschiedenen Erzählbegabung – begeisternd schildern zu können, was ihr erlebt hattet.

Eigenverantwortlich und zielgerichtet nach Christi Willen

Sie sollen vielmehr – als seine zukünftigen Stellvertreter – eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen haben: nämlich all das in der Vollmacht, die sie von Jesus bekommen haben, zu verkünden und als maßgeblich für die messianische Jünger-Gemeinde zu bezeugen, was Er ihnen durch sein ganzes 30jähriges, gotttmensch -liches Dasein auf Erden und durch sein dreijähriges öffentliches Heilswerk – „bei dem er sie um sich haben wollte“ (Mk 3,14 ff) – bis hin zu seinem schrecklichen Kreuzestod, (der ja ein alttestamentliches Zeichen der Gottverfluchung dessen ist, der „tot am Pfahl hängt“;und was ER ihnen besonders in diesen letzten 40 Tagen nach seiner – zwar von Jesus immer wieder vorhergesagten, aber von seinen Aposteln mental nicht realisierten – Auferstehung bis hin zur Himmelfahrt bei seinen Erscheinungen in jenen 40 Tagen erklärend gelehrt hat.

Der Hagiograph Lukas betont ausdrücklich, dass Jesus als Auferstandener mit ihnen nicht nur über das Reich Gottes gesprochen hat, sondern, dass ER ihnen dabei auch „im Heiligen Geist (!) Aufträge“ erteilt hatte (Apg 1,2 b.3). Diese Aufträge sollen sie auch – gegebenen Falles – ihren Mitarbeitern deutlich als Jesu Willen weitergeben können (oder auch müssen) und sie voll eigenverantwortlich (!) als seine „Stellver-treter“ (nicht nur als seine „ideenreichen (!)“ Propagandisten) in die Zukunft hinaustragen. Sie sollen die Kirche Jesu, des Messias, nicht ‚irgendwie‘ sondern nach seiner Vorgabe auferbauen.

Und weil sie als „Kollegium“, mit Petrus als Haupt, berufen und ausgesandt waren, sollten sie seine (sc. Jesu) Kirche (Mt 16,18 ff.) nicht ‚irgendwie‘ aufbauen – sondern sie sollten sie (dh. die Kirche) auferbauen:

* so wie Jesus selbst(!): der sich seine (!) Kirche, (die Messias-Gemeinde, (qahal:JHWH „Zusammenrufung Gottes“) auf dem Felsen Petri aufbaut (Mt, 16,18), so sollten auch sie, seine Repräsentanten, sie ebenfalls – mit Petrus verbunden und auf Petrus die Kirche Jesu (!, nicht die Kirche Petri) auferbauen, auch nicht die Kirche ihrer Vorstellungen. Und von Anfang an sollten auch sie das von Jesus begonnene Aufbauwerk der weltweiten Heils- und Erlösungsgemeinde Christi durch ihr eigenes Wirken – und später dann in ihren Nachfolgern – aufrecht erhalten; ebenfalls im Heiligen Geist;

* sie sollten sich bei diesem Aufbau der Kirche Christi – als die Mitglieder des „Apostel-Kollegiums“ in besonderer, sprich in kollegialer Weise (das heißt „als Apostel- Kollegium“) mit Petrus – als ihrem von Jesus  selbst (!) gesetzten sichtbaren Mittelpunkt der Kircheneinheit und „Felsenmann“ (hebr: qephas, griech: petrós, lat: Petrus) – ganz individuell verbunden wissen (cum Petro et sub Petro, das heißt: mit und unter Petrus) – „usque ad effusionem sanguinis inclusive“ (notfalls die katholische Kircheneinheit mit ihm  (Petrus) „bis zum Vergießen des eigenen Blutes“ aufrecht halten. (vgl. das altkirchliche Erfahrungswort: „sanguis martyrum – semen christianorum“ – ‚das Märtyrerblut ist der Same für Neubekehrungen‘);                   Trotz aller ökumenischen Bemühungen im jetzigen Gedenkjahr „500 Jahre Reformation“ darauf hinzuweisen, wie viele Märtyrer des apostolischen, geisterfüllten katholischen  Priestertumes in Treue zur Kircheneinheit mit Petrus es  in der Intensivzeit der politischen Ausbreitung der Reformation (3ojähriger Krieg), gab und erst recht die politisch-patriotische (Frankreich, Ungern /Košice-Kaschau) und die politisch -ökonomische Instrumentalisierung der konfessionellen Unterschiede zwischen  Calvinisten- Katholiken(vgl. Sri Laqnla/Ceylon) ausgenützt wurden, um – zum Beispiel – durch die Anstiftung mancher politischen Herrscher im  Orient zu Katholikenverfolgungen, die  die calvinistischen  Holländer einsetzten, um in den ostasiatischen Gewürzhandel  einzudringen und das ursprüngliche Monopol der (katholischen) Spanier zu brechen.                                                                            * dann werden „die Mächte der Unterwelt diese seine so gestaltete Kirche nicht überwältigen können!“ (vgl. Mt 16,18 b) – das heißt: sein von ihm als Messias gewolltes apostolische Aufbauwerk – von dem Jesus gesagt hat, „dass Er bei ihm (das heißt: bei seiner Kirche) bzw. bei ihnen (seinen Aposteln) bleiben wird bis zum Ende der Welt (Mt 28,20).

„Lasst euch darum jetzt von all den Herrlichkeiten nicht untätig faszinieren!“

* Das heiß: lasst euch nicht aufhalten durch jene Herrlichkeiten, denen ihr bei der Aufnahme Jesu in den Himmel begegnet. Das sollten wohl die fragenden Worte der weißgewandeten Himmelsboten den Apostel bedeuten                                            Seid euch vielmehr im Klaren darüber, dass dieser Jesus, der sich euch vor seiner Himmelfahrt durch 40 Tage bis ins Detail SO zu erkennen gegeben hat, SO, sic, (gr. houtoos)  wie er sich euch (!) durch 40 Tage eröffnet hat; genau SO, sic (gr.: houtoos) wird er auch einmal wiederkommen, am Ende der Zeiten, „mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen“ vgl.:Mt 16,27)…………………………………………                                                                                        In diesem Zusammenhang ist sicher auch zu bedenken, wie Jesus auf das Messias-Bekenntnis des Petrus positiv reagierte. Jetzt konnte auch ER das erste Mal auf den Primat des Petrus – als den Stellvertreter des Messias, positiv zu sprechen kommen. Aber in  all diese kommenden Eindeutigkeiten (Mt16,13-17) wird es für Jesus nicht ohne sein „Erlöserleiden für uns“ (Mt 16,21 ff): „abgehen“ und stillschweigend auch nicht für den / für die Primatsträger.
Die Reaktion des Petrus auf die Ankündigung des  Erlöserleiden Jesu für das Heil der ganzen Welt war wohl in erster Linie von Liebe zu Jesus geprägt. Aber diese künftigen Eindeutigkeiten des Erlöser- (Messias-) Leidens werden auch für Petrus „Konsequenzen“ haben! .Das wurde ihm jetzt deutlich. Die harsche  Jesusantwort darauf lässt uns wohl erahnen, wie leicht sich der Widersacher Gottes, der Satan, in unser Denken und Empfinden einschleichen kann.
Dass diese zwei – Gott gegenüber treuen – Engel gleich von Anfang an aufrüttelnd und helfend bei den Aposteln waren, das ist ein Zeichen des Trostes für die ganze Kirche. Diese zwei Engel werden auch bei der Wiederkunft Jesu unter den Engelscharen mit dabei sein und für uns alle erlösungsbedürftigen Menschen Fürbitte einlegen, besonders für unsere Hirten.

(vgl. das aktuelle „Jubiläum 100 Jahre Fatima“: Schon ein ganzes Jahr vorher hat der  „Engel des Friedens, der Engel Portugals“ die Seherkinder durch seine drei  Erscheinungen und die Gebete und die „Eucharistie-Vision“ vorbereitet auf die sechs Marienerscheinungen, damit deren Botschaft bei den drei  Kindern  in Fatima mit verständnisvollem, guten Willen aufgenommen werden.
Und „Unsere Liebe Frau mit dem Unbefleckten Herzen“ hat auch  über ein halbes Jahr vor der Russischen Oktober-Revolution in Petersburg in mütterlicher Liebe für uns gewirkt und dafür gesorgt, dass wir für  den bevorstehenden schrecklichen Kampf gerüstet seien, der der Kirche und der ganzen Menschheit bevorsteht. Wie sehr hat sie in den sechs – von der Kirche anerkannten – Erscheinungen in Fatima  gewünscht und immer wieder ermutigt, dass die Seher-kinder täglich den  Rosenkranz beten!.Franzisko hat irgendwann den „Schusterbuben-Rosenkranz“ kennegelernt. Diese „Kurzform“, die nur aus den zehn „Gegrüßt seist du Maria! Amen.“ bestand,, hat er gerne verwendet, damit er früher zu seiner Lieblingsbeschäftigung kommen konnte, dem Flötenspielen.. Bei einerc der Erscheinungen hat ihm die Muttergottes ausrichten lassen:  „Franzisko soll den Rosenkranz gut  beten!“ Was er dann auch gerne tat!.
Auch die Warnung Mariens vor  den „verderblichen Lehren, die von  Russland ausgehen werden (Welt-Kommunismus) hat vielen Orientierung und innere Sicherheit gegeben. Und ihre mütterliche Bitte um das Gebet des Rosenkranzes will auch uns, die Nachfahren, zu den Quellen des christlichen Lebens hinführen: zur Betrachtung des Lebens des göttlichen Erlösers  „an der Hans Mariens“ und in  kirchlicher Weiterführung  zur eucharistische Anbetung des geheimnisvoll gegenwärtigen Herrn  in seiner Kirche, zur  Vertiefung der Glaubensbekehrung, zur  Hl. Beichte und zur  Treue zur Kirche). Ganz ausdrücklich hat unsere himmlische Mutter gewünscht, dass die Seherkinder ihr bei ihrer Aufgabe mithelfen mögen,dass „Menschen aufhören können zu sündigen“. „Schenkt mir Opfer, die Gott von euch erwartet und freiwillige Verzichte! Ich kann daraus „Stellvertretungs-Hilfe“ machen, die das Herz der Sünder zum Guten bewegt !.

* Und Jesus wird bei seiner Wiederkunft von den im Heiligen Geist geweihten Apostel-Nachfolgern und Apostel-Mitarbeitern erwarten, dass sie – gemäß „seinen Aufträgen im Heiligen Geist“ von Anfang an – das Aufbauwerk seiner Kirche – zu dem sie mit ihrem persönlichen Berufungsschicksal dazugehören (als Mitglieder des Apostelkollegiums) und in das sie unwiderruflich und schicksalshaft ganz individuell „eingebunden“ sind – auch richtig vollzogen haben. Er erwartet bei seiner Wiederkunft das, was sich die „eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“ nennt (vgl. „Großes Glaubensbekenntnis“ des Konzils von Nizäa und des ersten Konzils von Konstantinopel, vgl. GLN 586,2) auch  als Seine Kirche wieder erkennen, bzw. anerkennen kann und sie nicht als etwas „Fremdes“ antrifft, das nicht in apostolischer Übereinstimmung mit seinem damals begonnenen Heilswerk steht und das er dann – wie ein leeres „Papiergebilde“ (Gedankengebilde) – vor dem heilsgeschichtlichen „Feuer der Hölle“ nicht retten können wird.

Und Er wird sich dann bei dieser seiner endgültigen Wiederkunft auf Erden allen, die seine Jünger sind oder sein wollen, SO offenbaren und sich SO erweisen, wie er sich euch, der ersten Generation der Apostel, v o r seiner Himmelfahrt durch vierzig Tage hindurch(!) in aller Ausdrücklichkeit zu erkennen gegeben und wie er euch in sein Messias-Geheimnis eingeführt hat. (vgl: Lk 24, 44b: „ Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war“ v 45 „Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift“ v.46: „Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift (im  Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen) über mich; vgl. v.44c; „Der Messias wird leiden, (aber dann) am dritten Tag von den Toten auferstehen“ (vgl. die Predigt des Petrus im Haus des römischen Hauptmannes Cornelius; Apg 10,39 ff.)

Ihr habt ja damals (in jenen 40 Tagen) auch –als meine künftigen Stellvertreter – von mir unwiderruflich erfahren, wie mein stellvertretendes Sühneleiden – durch euren apostolischen Gehorsam der Weiterführung meiner Erlösung – bei der sündig gewordenen Menschheit alles wieder gutmachen kann, was durch den Unheils-Zusammenhang der Erbsünde und aller persönlichen, gemeinschaftlichen und strukturellen Sünden von der Oberhoheit Gottes weggerissen wurde und in der allgemeinen Erlösungsbedürftigkeit festgehalten werden sollte,. Alles andere (an ungenügend-apostolischer(!) und ungenügend sakramentaler Kirchlichkeit) wird dann von meinem auferstandenen „geheimnisvollen Leib“ (Christi) wie Staub abfallen!

Jene gläubigen Menschen aber, die nach „besten Wissen und Gewissen“ geheimnis-voll durch das göttliche Gnadenwirken geführt – ungeahnt (in ihrer „evangelisch-kirch-lichen Gemeinschaft“ oder Konfession) durch Lesung der Heiligen Schrift, Gebet,  und wenigstens lehrmäßig richtiges Verständnis daran festgehalten haben, sie werden Kraft der–auf den Namen Jesu gespendeten-Taufe durch deren geheimnis- volle Heilsmacht gerettet werden. Denn Jesus als der „Sohn“ des lebendigen Gottes gehört zur Heiligsten Dreifaltigkeit „dazut“, ja er „ist“ sie unter seinen Voraussetzungen

„Er wird wieder kommen zu richten die Lebenden und die Toten (!); seiner Herrschaft wird kein Ende sein“

Diese Glaubenswahrheit des „Großen Credo’s“(siehe GLN 586,2) wird der „Pantokrator“ aber nicht nur individuell – moralisch vollziehen, sondern auch kirchlich-gemeinschaftlich. ER wird die Spreu vom Weizen trennen und sich dabei nach dem Gesichtspunkt richten, ob und wie die – von ihm durch die Zeiten hindurch berufenen – Jünger – in Verbundenheit mit den Aposteln und somit auch mit Ihm/Jesus – an jenem Werk weitergebaut haben, das Er mit der Stiftung der apostolischen Kirche (auf Petrus) (und nach seiner „Ganzhingabe (griech: holocaustum) am Kreuz“ als Auferstandener  weitergeführt hat. Denn nur dieses von Jesus gestiftete „kirchlich-gemeinschaftliche Rettungs- und Erlösungswerk“ (zur Umgestaltung der ganzen Welt in das endgültige Reich Gottes; vgl.: 2. Vatikan. Konzil: „Kirche in der Welt von heute“, Lumen gentium n.5) hat die ausdrückliche Verheißung, dass es „für die Vielen“ gestiftet ist.
(vgl. die Korrektur, die der – heute emeritierte – Papst Benedikt XVI bezüglich der Verwendung der „kommentierenden Übersetzung“ der Jesusworte in die deutsche Sprache beim sogen. „Einsetzungsbericht“ des letzten Abendmahles bei den eucharistischen „Wandlungs-Worten“ angebracht hat.).

„Seht meinen hingegebenen Leib und das Blut, vergossen für Euch (Apostel) und      „ für die Vielen“, das heiß für die, die durch Euer – und euer Mitarbeiter und Nachfolger – pastorales Wirken (durch ihre pastorale Hirtenliebe) noch zu euch dazu kommen werden.“

Die Eigenheit der semitischen Sprache, die Wendung „für die Vielen“ einfach mit „für alle“ ins Deutsche erklärend zu übersetzen, hinterlässt unterschwellig den ungeschichtlichen Eindruck, dass Jesus aus Nazareth, der Messias für das ganze sündig gewordene Menschengeschlecht, geboren aus der Jungfrau Maria – bei der Durchführung seines (des) göttlichen, universalen Heilswillen – sich durch seine Menschwerdung und seine stellvertretende Opferhingabe für uns und dann durch seinen ausdrücklichen Stiftungswillen des „Zwölferkreises“, in den er sich durch die  Hauchung seines Geistes für immer verströmt hat – sich heilsgeschichtlich –im apostolischen Zusammenhang durch die Generationen nicht unwiderruflich gebunden hätte. „Für alle“, das „kling zwar gut“, ist aber eine ideologisch- unhistorische Aussage, die nicht angibt, durch wen , auf welchem Weg die sündig gewordenen Menschen  Zugang zu seinem für ewig geschenkten  Heil bekommen. Können.

Aber gerade durch diese unwiderrufliche Bindung Jesu, des heilsbringenden Messias für alle Völker der Erde an die Verwirklichung des göttlichen und universalen Heilswillen (1Ttim 2,4: „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden…“) an das apostolische Wirken der „Zwölf“ darf sich jeder heilsbedürftige Mensch durch die Annahme der Glaubensverkündigung der Apostel und ihrer Nachfolger (und die persönliche Bekehrung zu Jesus) durch die /in der apostolischen Kirche und .durch den Empfang ihrer Sakramente sowie durch eine Lebensweise, die im Einklang mit den Geboten Gottes und den – vom auferstandenen Jesus – gewollten Ordnungen der Kirche steht, einen verlässlichen Zugang zum endgültigen Heil erwarten. Das ist für alle Menschen der von Gott – seit dem Auftreten Jesu, des Messias, der vorgesehene gültige Heilsweg (der überschaubare, „ordentliche“ Heilsweg, nach dem sich auch die Hirten der Kirche in ihrem Glauben und in ihrem Amtsauftrag richten dürfen/ müssen. Nur wer diesen „ordentlichen Heilsweg“ nicht geringachtet, darf auch „mit außerordentlichen“ Gnadenwegen für sein Leben und für das Heil aller Völker in der Kirche, mit der Kirche und durch die Kirche rechnen.

Wer aber meint, dass ihm – unabhängig und getrennt von den apostolischen Hirten und der kirchlichen Gemeinschaft – von vornherein alle Heilsgüter „automatisch“ zustünden, und er / sie sich  sozusagen als ein christlicher „Selbstversorger“  aufmotzt, der ist in der Gefahr, dass er/sie nicht in der Gnadengemeinschaft lebt, sondern an ihr vorbei lebt, bis,  ja, bis er es merkt, oder es  nicht mehr merkt, dass er sich auch von Gott weggelebt hat. Hoffentlich gibt es jemanden, der für ihn/sie betet!

Zumindest machen dies die Pfarrhirten, wenn sie jährlich bei der Bischofsmesse am Vorabend des Gründonnerstages (missa chrismatis) mit dem Bischof anlässlich der Weihe der Heiligen Öle für die Spendung mancher Sakramente die Versprechen ihrer Priesterweihe erneuern und wieder eifriger ihr standesgemäße Priestergebet (Brevier) für das Heil aller Menschen und für das – des ihnen von Bischof anvertrauten – Teiles des Gottesvolkes beten und sonntäglich eine heilige Messe eigens für sie, den ihnen vom Bischof anvertrauten Teil seines ihm als Bischof anvertrauten Gottesvolkes   aufopfern ( die sogen. „Pfarrmesse!“, bei der keine private Messmeinung angenommen werden kann), Durch die – vorhin erwähnte – unwiderrufliche Bindung der Durchführung seines (oder: des) universalen, göttlichen Heilswillens (durch seine Menschwerdung und durch seine ausdrückliche Stiftung des geisterfüllten „Zwölferkreises“ ergibt es sich aber auch, dass seine apostolische Kirche – „methodisch“ bedingt – nicht effektiv alle Menschen mit Christi Erlösungswerk „erreichen können wird“, sondern in erster Linie theoretisch nur so viele, wie seine Apostel und ihre Nachfolger Ihm durch ihre „pastoralen“ Vorbereitungsmühen zur Glaubensbekehrung zuführen werden können! Und somit sind es letztlich so viele (!) oder so wenige (?), je nach dem, mit welcher pastoralen Liebe die Apostel und ihre Mitarbeiter und Nachfolger durch das Mitwirken mit der göttlichen Gnade und unter Einsatz all ihrer Begabungen sich abmühen, um „wenigstens einige zu retten“. (vgl. Röm. 11, 14b) In diesem Zusammenhang ist das missionarische Wirken und Leben des Hl. Petrus Chane, Marist,l (Gedenktag 28. April) sehr aufscjhlussreich Heiligsprechung 13. Juni 1954 im 1. Marianischen Jahr : 100 Jahre Dogmatisierung Immaculata)..

Wer sich dabei in liebevoller und richtiger (!) Absicht (sicut facit ecclesia apostolica) ‚ dem anschließt, „was und wie es die von Jesus , dem Messias, auf Petrus gestiftete (apostolische) Kirche vollzieht“ und auf diese Weise danksagend (eucharistisch) bei dem mitwirkt, was Jesus zur Erlösung des Menschengeschlechtes bis zur Hingabe seiner selbst durch den Tod am Kreuz und seine Auferstehung vollzogen hat, der trägt sowohl dazu bei, dass „durch Ihn und mit Ihm und in Ihm (sc.den Messias) Dir, Gott, dem allmächtigen Vater in der geistererfüllten (kirchlichen) Einheit alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in alle Ewigkeit zuteil wird“ (die Worte der – das Eucharistische Hochgebet abschließenden – „Großen Doxologie“) als auch zugleich die Verheißung sich verwirklicht, dass „die Vielen“ unwiderruflich in die „ewigen Scheunen“ eingebracht werden können.

Wie kommt es zur Stiftung des geisterfüllten apostolischen „Zwölferkreises?“

Von wo hat Petrus gerade jetzt – kurz nach der Himmelfahrt des Herrn und nur wenige (!) Tage vor der Geistsendung zu Pfingsten – die Sicherheit her, das zu tun, was wir gleich im Anschluss (!) an Christi Himmelfahrt in der „Apostelgeschichte“ lesen können? Nämlich die Wahl eines Jüngers, der den Platz, den Judas Iskarioth verlassen hat, einnehmen soll? Durch wen hat Petrus – innerhalb so kurzer (!) Zeit – ein so sicheres Wissen über die Auswahlkriterien bei dieser Wahl ?

Für die Wahl des zwölften – noch zu bestellenden – Apostels benötigt man Kandidaten. Wer kommt in Frage? Männer (oder Frauen ?) Der Apostel Petrus hat klare Vorstellungen. Und die anderen Apostel ? Was ist mit ihnen? Offenbar waren sie mit den Angaben der Wahl-Kriterien Petri einverstanden! Denn es wird nichts von einer Diskussion berichtet. Wie kommt es, dass sich die Elf des Zwölferkreises über die Kriterien Petri für die Kandidatenauswahl einig waren? Es scheint offenbar zu sein, dass sie alle Elf von Jesus den gleichen Auftrag bekamen! Diese Probe haben die Apostel „mit Petrus und unter Petrus“ gleich bei nächst bester Gelegenheit – in aller Öffentlichkeit der Urgemeinde – abgelegt, und zwar nur einige Tage nach Christi Himmelfahrt.

Soll man diese peinliche Lücke verwischen und mit einem anderen Jüngerkreis die ursprüngliche Sendungsabsicht Jesu Christi bezüglich des heilsgeschichtlichen „Zwölferkreises“ weiter führen?

Unter der Führung des Petrus vollzogen sie („in diesen Tagen“) nach Christi Himmelfahrt (Apg 1,15) – aber noch vor Pfingsten (!) – etwas Wichtiges im gemeinsamen Obergemach („Gemeindesaal“): Petrus setzte die Wahl des 12. Apostels – an Stelle des abgefallenen Judas – auf die „Tagesordnung“. Es sollte ja die Lücke, die Judas aus Karioth dem Zwölferkreis geschlagen hat, aufgefüllt werden (vgl. Apg. 1, 15 ff). Diese Lücke sollte aber nicht wie ein beschämender „Betriebsfehler“ verwischt, vertuscht werden, sondern durch Aufrechterhaltung des „Stiftungssinnes Jesu“ verwirklicht werden. Jetzt aber – statt mit Judas Iskarioth – nun mit einem anderen Jünger – der durch Wahl des vorhandenen Kollegiums ermittelt werden soll. – Alle anderen Apostel müssen dazu JA sagen, aber nicht nur als Einzelne, auch nicht nur als Summengröße, sondern als kollegiales Einverständnis, dass dies, was sie jetzt tun, der Wille Christi ist. Es müssen sich alle 11 Apostel umstellen und jetzt „zusammen mit dem zu Wählenden“ das Gleiche tun, was sie zuerst im Sinne Jesu mit Judas aus Karioth bereit waren zu tun. Damit das möglich sein kann, müssen alle 11 wissen, dass es der Wille Jesu ist. In den vierzig Tagen bis Christi Himmelfahrt konnte Jesus die Elf auf die neue Aufgabe vorbereiten.: nämlich als geisterfülltes Stellvertreter- Kollegium Jesu nun nach Jesu Wunsch und Stiftung mit jenem aus der Wahl hervorgehenden Apostelanwärter gemäß der bisherigen Bereitschaft, den Willen Jesu zu erfüllen, dies nun zusammen mit ihm, mit Matthias, weiter zu führen.

3. EXKURS

Heilsgeschichtliche Bedeutung des „Zwölfstämme-Volkes“ Israel.

Die zwölf Apostel sollen ja – nach dem Stiftungswillen Jesu – die zwölf (!) Stammväter des neuen, messianischen Gottesvolkes (des neuen „Israel dem Geiste nach“) (vgl. Gal 6,16) werden bzw. sein. Und so, (als zwölf) sollten sie mit der pfingstlichen (!) Gabe des Hl. Geistes ausgerüstet werden. Es geht hier um jene Messiasgnade des himmlischen Vaters für alle Völker, wie ER sie dem Patriarchen Abram für seinen Glaubensgehorsam verheißen hat. (vgl. Gen 12, 2-3). „In einem deiner Nachkommen werden sich alle (Heiden-) Völker segnen.“

Diese Messiasgnade, als Belohnung für den Glaubensgehorsam des Patriarchen Abram, ist aber nicht mit dem Akt der Verheißung Gottes „automatisch“ abgeschlossen, sondern sie ist dergestalt, dass die anfängliche Glaubensbereitschaft Abrams („zieh aus dem Vielgötterland Chaldäa aus“) konkret vom himmlischen Vater weiter gefordert wird! Denn „seine Frau Sara war unfruchtbar, sie hatte keine Kinder“ (Gen 11,30; vgl. auch Gen.15,1 und Gen, 17,19-21). Es verlangt schon großen Glauben Abrams an Gottes Verheißung, dass Abram mit dieser seiner unfruchtbaren(!) Frau Sara – der Stammvater eines großen Geschlechtes werden wird! Erst im hohen Alter von hundert Jahren (!) haben Abram und Sara den „Sohn der Verheißung“, Isaak, erhalten. Von Isaak und seiner Frau Rebekka stammen die Zwillinge Esau und Jakob ab. Durch eine geheimnisvolle Prophezeiung soll Esau der Ältere dem Jüngeren, dh. Jakob, dienstbar sein. Diese geheimnisvolle Prophezeiung musste dazu „herhalten“, dass Jakob sich von seinem altersblinden Vater Isaak das Erstgeburtsrecht „legitim“ erschlichen hat.

Dieses Erstgeburtsrecht beinhaltet auch die Verheißung, dass aus der Familie des Trägers des Erstgeburtsrechtes der Messias kommen wird. Dieser Jüngere, Jakob, hatte zwölf Söhne von drei verschiedenen Frauen. Jakob erhielt in seinen alten Tagen von Gott einen neuen Namen: Israel, der „der Gott (und seine Hilfe) gesehen“ hat. Von ihm wird durch seine 12 Söhne das ganze auserwählte Volk Israel abstammen („die Kinder Israels“ als Selbstbezeichnung des jüdischen Volkes).

Wenn man diese alte jüdische Denkweise versteht, dann ist im Zwölferkreis der Stammväter des „neuen Israel dem Geiste nach“ (vgl. Gal 6,16 und Kommentar dazu) von einer Stammes-Mutter, geschweige denn von Stammesmüttern hier in der Heilsgeschichte des alten „Zwölfstämme-Volkes“ überhaupt nirgends wo die Rede. Im Übrigen: Frau als Einzelwesen – als „nicht-männlicher“ Mensch -das ist eine typisch „moderne“ Sicht des Frauseins, zu der nicht einmal unbedingt das Muttersein dazugehört. Hier geht es aber um zwölf Stammes-Väter!

Unterschiedliche Identitätszeichen ..

für das alte bzw. für das neue Gottesvolk als Verheißungsträger: Der Vergleichspunkt zwischen den 12 Söhnen Jakobs (Israels ) und den 12 Aposteln, die sich Jesus nach einer ganzen Nacht des Gebetes zum himmlischen Vater ( Lk 6, 12 – 16) ausgewählt hat , ist das je eigene Identitätszeichen:.

Für das „alte Israel, dem Fleische nach“, das alte Gottesvolk, galt als Identitätszeichen, dass ein Mitglied des alten Gottesvolkes (wenigstens) von einer jüdischen Mutter abstammen muss. Gemäß der Verheißung Gottes durch den Propheten Nathan (2 Sam 7,1 ff) gibt Gott dem König David eine Dynastieverheißung. Das heißt heilsgeschichtlich gesehen, dass der Messias durch den Erstgeburtssegen aus der davidischen Familie – und aus keiner anderen – stammen wird. Da es für den Messias, für den, der „der mit Gott“ gesalbt ist (das heißt, er ist äußerlich und innerlich „mit Gott“ geheiligt, „gesalbt“) keinen irdischen Vater geben kann, „genügt“ es für den Messias, dass seine Mutter eine Frau aus davidischem (jüdischem) Geschlecht ist. „Der Name der Jungfrau war: Maria“ (vgl. Lk 1,27).

Die 12 Stammes– Väter des neuen Gottesvolkes haben als Identitätszeichen, dass sie von Jesus als (Apostel-) Kollegium gewollt waren und dass dieses (Kollegium mit Petrus als Verantwortlichen) mit dem Heilige Geist erfüllt ist – mit jenem Heiligen Geist, mit dem Jesus, der von den Toten Auferstandene, am Ostersonntag am Abend die – damals aktuell nur zehn – Repräsentanten des Zwölferkreises mit seinem Heiligen Geist erfüllte. Er, „der in ihre Mitte trat, er kam „bei verschlossenen Türen“ (Joh20,19) er erstand vorher aus dem von den Pharisäern versiegeltem Grab und er ist der gleiche, der auch aus dem jungfräulich verschlossenen Mutterschoß Mariens in Bethlehem zur Welt kam. Er hauchte die Apostel nach seiner Auferstehung an und sprach: „empfanget den Heiligen Geist“, „ich sende euch“, mein Kollegium, meine „Apostel“ (das heißt in der altjüdischen Geschäftssprache ,als meine Repräsentanten, als  meine „,zeichnungsberechtigten  Prokuristen“), „wie mich der Vater ausgesandt hat.“ Jesus ist ja auch kein trinitarischer „Einzelkämpfer“, sondern alles ,was die drei göttlichen “Personen“ (Hervorgänge) „ad extra“ tun, das vollziehen sie gemeinsam („wer mich sieht, der sieht den Vater!“ Joh 12, 44-45).

Das alte Bundesvolk stammt verheißungsgemäß von einem, von Jakob, ab, der später Israel genannt wurde, vom Jüngeren der Zwillingsssöhne Isaaks; das neue Gottesvolk stammt über die (12) Mitglieder des einen und einigen Apostelkollegium von dem einen Jesus, der der Messias ist, der sich nach seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung durch die Hauchung seines Geistes in den Zwölferkreis verströmte. ER ist jener „Nachkomme Abrams, in dem sich alle Heidenvölker segnen werden“ Er (der Messias) hat sich apostolisch und eucharistisch „vervielfältigbar“ gemacht.

Wer gehört von Anfang an zur ersten Generation der jerusalemischen Erstgemeinde?

Fast umständlich zählt der Evangelist Lukas in der Apostelgeschichte – anschließend an die Himmelfahrt Jesu – auf, wer aller zum „Gemeindesaal“ (Obergemach, Apg 1 , 13 b) der Jerusalemer Erstgemeinde Zutritt hatte und sich dort zum gemeinsamen Gebet versammelte (vgl. Apg 1,13 c): namentlich (!) die Elf des Zwölferkreises („sie alle verharrten dort einmütig im Gebet (Apg 1,14) – um das betend zu vertiefen, was ihnen Jesus bis zu seiner Himmelfahrt aufgetragen hatte ; sie waren .zusammen mit den Frauen (Apg. 1,14) (wer könnten sie gewesen sein? die Ehefrauen der Apostel ?) und/oder die Jüngerinnen (Maria von Magdala, Johanna, Susanna und andere. („Sie alle begleiteten den Herrn von Galiläa her und „unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen“. (Siehe dazu Lk 8 2,) und mit Maria, der Mutter Jesu und seine (anverwandten) Brüder. Zusammengefasst etwa 120 Personen (Apg 1,15 b)

Im Hinblick auf die heutige Problemlage der Frauenordination: bei der Wahl des Apostels Matthias waren alle wichtigen Frauen der jerusalemer Erst-Gemeinde anwesend. Sie waren offenbar auch mit den Wahlkriterien, die Petrus angab, einverstanden, und haben sicher auch Vorschläge eingebracht..

Wohlgemerkt: In A n w e s e n h e i t (!) vieler bekannter (!), freiwillig helfender Frauen der Gemeinde (!) bzw. in der Gemeinde, wurden die entsprechenden Kandidaten für die Wahl des zwölften Apostels vorbereitet, obwohl etliche Frauen in der Gemeinde (nach heutiger Redeweise) richtige Führungsqualitäten hatten (Maria, die Mutter des Herrn oder z.B. Maria von Magdala). Aber darum ging es damals gar nicht!
Der verantwortliche Sprecher des Apostelkreises, Petrus als „Wahlleiter“, gibt die Kriterien, (Zulassungs-Bestimmungen) für das Finden der geeigneten „Kandidaten“ an:

* „einer von den Männern (!), die die ganze Zeit mit uns (!) (dem Apostelkreis) zusammen waren“ (Apg 1,21 ff) (das heißt) als Jesus der Herr bei uns, (dem Zwölferkreis), ein und aus ging, angefangen von der Taufe (Jesu!) durch Johannes (damals hat es noch keine Jüngerinnen gegeben, außer (im übertragenen Sinn) Maria, die Mutter des Herrn, die aber nicht bei Johannes anlässlich der Taufe Jesu dabei war) bis zu dem Tag, an dem er (Jesus) von uns (dh. vom Apostelkreis) ging und (in den Himmel) aufgenommen wurde (also jemand, der während der 40 Tag irgendwie dabei war) – einer von ihnen muss nun mit uns, der reduzierten Anzahl an Mitgliedern (11) des Zwölferkreises, Zeuge der Auferstehung sein. Und sie stellten zwei Männer auf: Josef, mit dem Beinamen Barsabbas, genannt Justus und Matthias“ (siehe: Apg 1, 21-22).
Das wichtigste Kriterium bei der Kandidatenfindung war damals nicht: „jetzt auch einmal eine Frau!“, sondern die wichtigsten Auswahlkriterien sollten nach Petrus, dem Anführer der Apostel und mit deren Zustimmung, folgende sein:

* zu dieser Aufgabe kann nur einer befähigt sein, der Augenzeuge von den heilsgeschichtlichen Anfängen an ist: bis zur Auferstehung Jesu, genau genommen nach seiner Auferstehung, , als sich die Jünger (nicht nur die 11 Apostel) wieder im Saal versammelten. Wer von den Jüngern „tapfer war“, der wagte sich  am Ostersonntag Abend in den Saal zu k ommen..

* „Einer von den Männern, die die ganze Zeit mit uns (Apostel) zusammen waren, als Jesus (!), der Herr, bei uns(!), (dem Apostelkollegium mit Judas Iskarioth) ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging, und (in den Himmel) aufgenommen wurde – einer von diesen muss nun „mit uns elf Apostel“ als „zwölftes“ (ursprünglich männliches) Mitglied des von Jesus eingesetzten (geisterfüllten!) Kollegiums, des Zwölferkreises, Zeuge seiner Auferstehung (und!) Himmelfahrt) sein

* „Und sie stellten zwei Männer auf: …“.(Apg 1, 22-23) Diese müssen
a) mit den Zwölfen (inklusive Judas(!) bekannt sein, als er noch lebte)
b) sowie öffentlich zu ihrem Bekanntenkreis dazu gehören und
c) auch Jesus (!) muss sie (die Kandidaten) gekannt haben und
d) sie müssen auch Jesus gekannt haben, auch wenn sie bis jetzt noch nicht ganz (  (!) zum Apostelkollegium dazugehörten. Denn
e) ein „richtiger“ Kandidat muss auch Kenntnis davon haben, was Jesus mit den ursprünglichen Zwölfen gemacht hat: Bestellung zur Stellvertreterschaft („wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!) und Jesus, der Auferstandene, hat dabei durch Anhauchen inmitten des Apostelkollegiums im verschlossenen Abendmahlssaal sich selbst als der Auferstandene in das Apostelkollegium, den „Zwölferkreis“, „verströmt“ bzw. er nahm den Zwölferkreis (der damals de facto nur aus elf lebenden Mitgliedern bestand, ganz zu sich dazu. „Er machte SIE zu seinen Aposteln (Stellvertretern)“. „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“. ( vgl. Joh.15,16). Von den elfen war aber einer an jenem Ostersonntag Abend nicht dabei (er musste bei sich daheim noch „klären“, was alles geschehen ist, was er alles erlebt hat, der Apostel Thomas, und auch darüber, was Klarheit gibt, dass man sich nicht über die Auferstehung Jesu täusche).

Des Apostel Thomas’s theologische Konklusion dazu: an seinem verklärten (Auferstehungs-) Leib muss man auch die verklärten Wundmale (!) an seinen Händen und Füßen sehen und an seinem Leib nicht nur die Wunde der amtlichen Todeserklärung (Lanzenstich in das Herz des zum Tode Verurteilten) auch die Striemen der „40 minus 1 Geiselschläge“.

Petrus wusste, dass es in diesem (seinen) Kollegium, das in erster Linie aber das Stellvertreter-Kollegium Jesu ist, noch einen geisterfüllten, „leeren“ „Männer“-platz gab, der jetzt – nach dem Willen des Herrn – durch Wahl (Lose werfen) – aufgefüllt werden soll. Es war ein Männerplatz, der noch frei war und nur jemand, der die ganzen Zusammenhänge schon in etwa kannte, war dafür als Ersatzmann geeignet. Nebenbei: es wäre ganz sicher keine „Ehre“ für eine Frau gewesen, einen durch Glaubensabfall und Selbstmord freigewordenen Männerplatz einzunehmen, gleichsam wie eine „Lückenbüßerin“, weil kein Mann die Nachfolge des Judas Iskarioths antreten wollte.

Insofern musste auch Matthias eine gehörige Portion „Standfestigkeit im Glauben“ gehabt haben. „Apostel sein“ ist keine angenehme Ehrensache, denn ohne der vergangenen Zugehörigkeit des abgefallenen Judas zum Apostelkreis ist es nicht der echte, erste, ursprüngliche (!) „Rumpf“-Zwölferkreis, dem der Auferstandene am Ostersonntagabend erschienen ist und in dessen Mitte er die Apostel „anhauchte“, und sich so mit aller neutestamentlichen Heilswirklichkeit in ihn, den Zwölferkreis“ unwiderruflich „verströmte.“
So wie Jesus nur mit den verklärten Wundmalen der wirklich gelitten habende und nach seinem wahren Tod am Kreuz der Auferstandene ist, so ist nur der Zwölferkreis, von dem Judas Iskarioth abgefallen ist, der Zwölferkreis, in dessen Mitte der Auferstanden am Ostersonntag-Abend erschienen und sich durch die Hauchung seines Geistes in ihn verströmt hat, das wahrhaft geisterfüllte Apostelkollegium, über das die Stiftung der apostolischen Kirche in die Zukunft weitergeht.

Wir Nachfahren verdanken dem Ersatzmann Matthias viel! Er kann uns darin bestärken, dass wir in dem – trotz seines geschichtlich gewordenen und durch diverse Kirchenspaltungen des öfteren abgeschwächten Erscheinungsbilde der „Una, Sancta, Catholica et Apostolica“ – die aber von Jesu Geist-Hauchung erfüllten, defekten Zwölferkreis herstammt,  den Anfang jener Kirche erkennen können,                                                         .

*  die die wahre apostolische Lehre über den Messias, Jesus von Nazareth, den vom himmlischen Vater dem Patriarchen Abram verheißenen Christus, und Sohn der Jungfrau Maria  vertritt;-

*  die das  unverminderte geisterfüllte Dienstamt  mit dem Petrusamt an der Spitze bewahrt hat. Sie ist auch

*  die von Jesus den geistmächtigen Auftrag bekam: „Tut dies zu meinem Gedächtnis! “(Lk. 22,19 parr.).Deswegen

*  haben die Verantwortlichen auch die vollmächtige Aufgabe, die durch einen göttlichen Ruf zum Apostelkollegium Berufenen zu prüfen, ob sie zur „apostolischen Konzelebration“ der heiligen Gegenwart des Erlösungsopfers Jesu für das Heil der ganzen Welt und zur „pastoralen Konzelebration“ der Hinführung „Vieler“ zur heilsstiftenden Glaubensbekehrung – auf den Ruf Jesu hin – zuzulassen sind.
                                                                                                                                                       

Wo besteht heute der „geisterfüllte Zwölferkreis“ weiter?: Im Weltepiskopat der römisch-katholischen Papst-Kirche (LG n.22), sowie in den rechtmäßigen Bischöfen,  Priestern mit ihren Diakonen der orthodoxen Patriarchate. Dort ist der ganze gekreuzigte und auferstandene Erlöser als seine Kirche und in seiner Kirche gegenwärtig.

Und die „Gegenprobe“: Dort, wo in echter apostolischer Sukzession und Kircheneinheit alle „mit und unter Petrus“ beisammen sind, und so die „Kirche Jesu“ gegenwärtig ist, dort ist auch Jesus selbst gegenwärtig („mystischer“, geheimnisvoller Leib Christi) mit Haupt und Gliedern und mit seinem geöffneten Herzen und allen Jüngern Jesu als (Mit-)Glieder dieses Leibes.(„christus totus“).

Apostel-Nachwahl: einfach aus freiem Ermessen der Apostel ? ohne Rückkopplung mit der Gutheißung des auferstandene Jesus ?

Man kann nicht sagen, dass Petrus und die anderen Mitglieder des Apostel-kollegiums (Zwölferkreises) diesen Vorgang der Wahl des zwölften Apostels auf gut Glück hin und aus eigenem Gutdünken heraus unternommen haben. „Nachwahl“ gleichsam als ein rein menschlicher Versuch, ob es so recht ist, wie sie es empfinden und dass sie dabei ohne weiteres vielleicht etwas möglicherweise „vergessen haben könnten“, was man dann – später einmal – aber „locker“ ergänzen könnte, zum Beispiel die Frauen?

Mit einem solchen Gedankengang möchten die heute „Fortschrittlichen“, jene, die zu allen Zeiten der Kirchengeschichte Erneuerungswilligen, gerne argumentieren – nämlich, dass es damals nur um eine rein menschliche Entscheidung oder um einen „Beschluss“ zur Nachwahl gemäß zeitgeistlichen Geschmackes ging, schlicht und einfach nach dem damals üblichen patriarchalischen Vorverständnis, das man jedoch nach heutigem, zivilrechtlichem Kultur- und Erkenntnisstande leicht abändern oder ersetzen könne oder „müsse“!

Sehr aufschlussreich ist  diesbezüglich der 1. Clemensbrief (ca. um 100), in dem der Bischof von Rom, der fünfte (?) Nachfolger des Apostel Petrus, Clemens, sich verantwortlich fühlt,  einen internen Streit der Kirche von Korinth schlichtet, weil junge Presbyter ältere Gemeindeleiter verdrängten und hinausekelten. Das entspricht nicht der „taxis“, der (gottgewollten) Ordnung in der Kirche und nicht dem „pneuma“, dem „Geist“ (des Presbyterium) in der Kirche. Schon die Apostel prüften die Kandidaten vor der Weihe, ob sie den „Geist“ ( (tou presbyteriou) haben) (1. Clem , 42).

Eine solche Sichtweise (fortschrittlicher Plausibilität) zieht für die Kircheneinheit (!) viele nachteilige Konsequenzen nach sich.

Welch‘ negative Konsequenzen für die Kircheneinheit eine solche Sichtweise nach sich zieht, das zeigen alle Bemühungen in der heutigen anglikanischen Kirche. Nur mit äußerster Anstrengung und mit viel Verhandlungsgeschick und Diplomatie kann man in einer apostolisch sein wollenden (!) Kirche eine offene Kirchenspaltung nur mit vielerlei Kompromissen vermeiden, wenn man eine Bischofsweihe für Frauen einführen will. Bei diesem „Taktieren“ geht aber viel gewachsene Glaubenssicherheit im Gottesvolk verloren.

Offenbar ist die apostolische Ordnung der Kircheneinheit (successio apostolica) doch mehr als nur ein nüchternes menschliches Harmonisierungs-Instrument, mehr als eine rein menschliche und von den jeweiligen zeitgeistigen Plausibilitäts-Impulsen abhängige „kirchen-diplomatische“ Gegebenheit.                                                                     Es scheint vielmehr eine echt ekklesiale Wirklichkeit zu sein, die nicht so leicht abgeändert werden darf und kann. Sie geht „scheinbar doch letztlich“ auf den gott-menschlichen Gründungswillen Jesu Christi, i.e. auf Jesus, den Messias, den von Gott Vater dem Patriarchen Abraham versprochenen Heilsbringer für alle (Heiden-) Völker zurück.

Diese „Vorgegebenheit“ ist eine heilsgeschichtlich -messianische Gabe – vom himmlischen Vater dem gottgehorsamen Patriarchen Abraham für seinen Glaubensgehorsam – als Belohnung – geschenkte Verheißung, die letztlich dem ganzen erlösungsbedürftigen Menschengeschlecht zu Gute kommen soll.

Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er (der eine Herr Jesus Christus, an den wir glauben) vom Himmel gekommen“ (Großes Credo)                                    

Diese für die Stiftung Jesu „konstitutive“ Vorgabe kann ebenso wenig rückgängig gemacht oder (in wesentlichen Punkten) abgeändert werden, wie alle anderen heilsgeschichtlichen, (für das menschliche Heil „hilfreichen“) Verfügungen, mit denen  der  dreifaltig-liebende eine Gott sein sündig gewordenes Menschengeschlecht aus dem Unheilszusammenhang der (Erb-) Sünde erlösen will,, wie zum Beispiel:

*    die tatsächliche (fast unglaubliche) heilsbringende Geburt des menschgewordenen Gottessohnes aus Maria, der Jungfrau; in Bethleherm, oder wie seine

*    freiwillig geschenkte, stellvertretende Opferhingabe bis zum Tod am Kreuz, die Jesus als eine sühnende und heilsstiftende Zusage dem ganzen unglücklich und vor Gott „ungerecht“ gewordenen Menschengeschlecht in unwiderrufbarer Liebe zugewidmet hat, und zwar zur Ehre des Vaters im HeiligenGeist und zur Beschämung des Widersachers Gottesund zur Seligkeit des Menschen (siehe 2. Vat. Konzil: LG n.17; GS 22;AG 3;9,) Oder wie

*   seine Auferstehung aus dem Grab und sein Erscheinen „inmitten des. Apostelkollegiums“,in das er sich mit der „Hauchung des Heiligen Pneumas“ “geistmächtig ganz „verströmt“ hat, so dass auch nach 2.000 Jahren die – in rechtmäßiger Nachfolge befindlichen – Mitglieder dieses geisterfüllten (Apostel-) Kolllegiiums noch immer das Heilsopfer Christi, den wahrhaft gekreuzigten  und auferstandenen Jesus in dem geistmächtig gewandelten Brot und Wein gegenwärtig setzen können: „Tut dies (die Feier der Gegenwärtigsetzung meiner Opferhingabe für euch) zu meinem Gedächtnis“ „Nehmt und esst / trinkt  alle davon, das ist mein Leib/mein Blut, das bin ich     selbst!     selbst!“

Jesus hat sich selbst am Kreuz unwiderruflich, „ein für alle Male“ (gr.: ep´hapax) hingegeben (Hebr 9,28) ,

So können und dürfen die Apostel und ihre gültig in den kollegialen „Apostel-Zusammenhang“ (successio apostolica) aufgenommenen Nachfolger (vergleiche die Bedeutung der Nach-Wahl des Apostels Matthias) heute den realen und unblutig- lebendigen, geopferten und auferstandenen Leib und das Blut Christi gegenwärtig setzen in den – als (liturgische) Opfergaben dargebrachten und auf den Altar „gesetzten“ und dadurch „ausgesonderten“ (lat. secreta) – Brot und Wein; und sie dann den – die Eucharistiefeier gläubig mitopfernden – Jüngern austeilen: „Nehmt und esst davon „ihr ‚Vielen“, (die vorbereiteten Jünger): „ Das bin ich selbst!)“

4. E x k u r s

Diesen geisterfüllten, heilsgeschichtlichen Zusammenhang (des geheimnisvol-len  Leibes Christi) konnte auch eine 250jährige, staatskirchliche Episode in der Kirche, der „Braut Christi“, in unserer Heimat Österreich nicht rückgängig machen,

Solange die Bischöfe und ihre Priestergemeinschaften in „staatlicher Beauftragung (Administration)“ das weiterführen, „was und wie es die katholische Kirche tut („sicut facit ecclesia catholica“), dann bleibt das erhalten, was Kirche ist. Man beachte die nicht unbedeutende Auswirkung einer – äußerlich vielleicht dürr (!) wirkenden – „Rubrikentreue“ als ein hilfreiches Mittel, um in der Durststrecke eines staatskirchlich verzweckten Kirchenlebens für die „objektive Gültigkeit“ des Sakramentenvollzuges in der Liturgie zu sorgen!

Auch, wenn man den belebenden Zusammenhang zwischen liturgischem Tun und der – „die Kirche als Leib Christi aufbauende“ -Feier der (bzw. aller) Sakramente Christi nicht kennt, bleibt dennoch „Kirche“, die Stiftung Jesu, erhalten, aber eingezwängt in das beengende „Prokrustes-Bett“ imperialer und später (partei-) politischer Bevormundung.

Erst die ernüchternde Erkenntnis,

dass man im gesellschafts-politischen Alltag von heute auch mit einer  angepassten Kirche „keinen Staat mehr machen“ kann , sprich, keine Mehrheiten mehr festigen kann, haben die „Wortführer“ dieser (kleinen österreichischen) Welt“ (vgl. 1Kor 1,20) das „Interesse“ verloren an der – von ihnen – als „veraltert“ erklärten und paradoxerweise gerade durch diese Gruppe am Heranreifen an den „Zeichen der Zeit“ gehinderten – katholischen Kirche, die man ehemals ins Bündnis genommen hat. (vgl. Joh 6,15: „sie kamen und wollten Ihn in ihre Gewalt nehmen (!), um ihn zum König zu machen). Ja, am liebsten verleugnet man es jetzt, dass man einstmals das gesellschaftliche Ansehen der Kirche ganz gut für die Verhinderung von Gesellschaftskritik an der imperialen (sozial- und Gesellschafts-) Politik und später an den eigenen (partei-) politischen Zielen bei Wahlwerbungen verzweckt hat.

Umgekehrt, dass die Verantwortlichen der katholische Kirche – ohne den geschichtlich gewachsenen politischen Schutz eines katholischen Kaiserhauses (durch ca. 700 Jahre) anlässlich dessen Abschaffung 1918 meinten, sich nun nach einem anderen Bündnispartner umschauen zu müssen („Bündnis von Thron und Altar“), weil man es nicht gewohnt war, „auf eigenen Füßen zu stehen“, das hat auch (unbedachte) Konsequenzen mit sich gebracht.

Und wie zu jeder Zeit, haben „Karriere-Ritter“ (geistlichen und weltlichen Standes aber auch treue Staatsdiener weltlichen und geistlichen Standes) sich von den vorgegebenen staatlichen Bedingungen leiten lassen. Die katholische Kirche in Österreich war unter dem jahrhunderte langen Schutz eines katholischen Herrscherhauses (politisches Kürzel „Bündnis von Thron und Altar“) nicht in der Lage, gesellschaftskritisch wirksam zu sein, weil sich das „nicht gehörte“, das „katholische Kaiserhaus“ in seiner Regierungsweise durch eine „unloyale Haltung“ zu korrigieren, zu kritisieren, oder andere Perspektiven (z.B. christlich-soziale) – als die faktisch gegebenen – aufzuzeigen.

In gleicher Weise hatte das Apostelwort: „Ihr seid aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten… und der eigentliche Schluss-Stein ist der Messias Jesus“ (Eph 2,20) damals noch nicht jene Bedeutung für die verantwortlichen Hirten der Kirche, wie wir es heute offenbar immer besser erkennen (vgl. 2. Vatikan. Konzil: Kirchenkonstitution „Lumen Gentium“ (Christus, das Licht der Völker) . Und so verwandelt sich in all den Umbrüchen die Braut Christi, die Kirche, die in den christlichen Anfängen noch

die Säule und Grundfeste der Wahrheit“ (1 Tim 3,15) genannt werden konnte,

in der heutigen Zeit des „Terrorismus der Beliebigkeiten“ in „psychotherapeutische, individuelle Lebenshilfe ohne göttliche (!) Heilszusage für die Abgründe der erlösungsbedürftigen ganzen Welt!

Kirchlich-christliche Lebenshilfe ohne Heilsansage für die ganze erlösungs- bedürftige Welt

Viele Seelsorger dieser – durch die Jahrhunderte zum gesellschaftlichen „Inventar“ in Österreich gewordenen -Kirche („pietas Austriaca“) kennen heutzutage– durch zumindest eine 250jährige staatskirchliche Kontinuität in unserem Land – ihre apostolische „Autorität“ mit der Würde zur öffentlichen Heilsansage für die ganze heutige und kommende Welt zu wenig, ja sie lehnen sie aus „psychologisch – systemischen Gründen“ direkt ab. Denn viele heutige „Seelsorger“ verstehen sich eher als „mit-christliche“ Glaubens- Therapeuten, denn als „apostolische“ Hirten. Sozusagen aus „berufsethischem“ Vorverständnis heraus wollen diese „evangelisierenden Einzelseelsorger“ der therapeutischen Gesprächsführung alles Autoritative in ihrem „sebstvertänd“lichen Verhalten vermeiden, damit sie in ihrem „counceling“ nicht „direktiv“ und „pushing“ wirken.

Im Bereich des geisterfüllten apostolischen Verkündigungs- (1) und Leitungsamtes (2) ist – im Vorverständnis der rezenten Geschichte des Kirche in unseren Breiten – stillschweigend jedoch die dritte Dimension der in der Pastoraltheologie organisch zusammengehörigen drei  Grundfunktionen der Kirche ausgefallen.

Das 2. Vatikanische Konzil lehrt in der Kirchenkonstitution „Lumen gentium“ in n.21 schlicht und einfach:

„Die Bischofsweihe überträgt mit dem Amt der Heiligung auch die Ämter der Lehre und der Leitung, die jedoch ihrer Natur nach nur in der hierarchischen Gemeinschaft mit Haupt und Gliedern des (Anm: Weltbischofs-) Kollegiums ausgeübt werden können…“ „Den Bischöfen wird auf Grund der Überlieferung sowohl des Ostens wie des Westens durch die Handauflegung und die Worte der Weihe die Gnade des Geistes und das heilige (Anm: unwiderrufliche) Prägemal so verliehen, dass die Bischöfe in hervorragender und sichtbarer Weise die Aufgabe Christi selbst, des Lehrers, Hirten und (!) Priesters, innehaben und in seiner Person handeln“

Diese Seite der (geisterfüllten) katholischen Kirche, das apostolisch-„priesterliche“ Heiligungsamt , lässt sich aber in der Vorgabe der letzten zweihundert-fünfzigjährigen Kontinuität des praktischen Glaubenslebens des österreichischen (Verwaltungs-) Kirchentumes (in „josephinisch“-aufklärerischer Form ) nicht direkt begründen.
Es bedarf zu dessen Verwirklichung eine gemeinschaftliche Neu-Evangelisierung. Die apostolische Kirche in unserer Heimat ist „de facto“ „abgerutscht“ zur psychotherapeutischen, individuellen Lebenshilfe, bzw. zum volkstümlichen Kulturgut und Brauchtum, auf das jeder österreichische Bürger ein „Anrecht“ hat.

Anteil vermitteln am Leben und Heil des Auferstandenen

Das priesterliche Heiligungsamt des Bischofs und seiner Priester geschieht dadurch, dass der Bischof und die zu ihm gehörigen Priester durch die Verkündigung des heilsstiftenden Glaubens, den Jesus als der gott-menschliche .Heilsbringer für alle Menschen in die Welt gebracht hat (Messias) und durch die Spendung der christlichen Grundsakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie.

Durch diese Grundsakramente bekommen die Jünger Christi der jeweils neuen Generation die Ersteinführung in das unwiderrufliche Heil besiegelt. Seit alters her wurden diese drei Sakramente „Initiations-Sakramente“ genannt. Heute kennt man im Volk und leider auch in den pastoralen Fachbüchern häufig diesen Ausdruck nicht mehr. Sie heißen heute – soziologie-psychologisch verkürzt die „Sakramente an den Lebeneswenden.“

Diesbezüglich ist in unserer Heimat bei der Glaubensvertiefung durch die heutigen Generation der nachkonziliaren Bischöfe und Priester ein großes gemeinschaftliches Umdenken fällig (griech.: metánoia), Glaubensumkehr. Die sakramentale Vermittlung der unwiderruflichen Initiation muss erst glaubensmäßig in die säkularisierte Vorgabe des Kirchenlebens unserer heutigen Heimat hinein- „gelebt“, hinein- ge-„glaubt“ und „ liebevoll und  leidend bezeugt“ werden.

Bezüglich der Bereitschaft, sich zusätzlich zum Verkündigungs- und zum Leitungsamt, dem (rein psychologisch-therapeutisch nicht (!) begründbaren) Heiligungsdienst zu öffnen, um durch die Sakramentenspendung der apostolischen Kirche (!) (als des sogenannten „Ursakramentes“) die Anteilhabe an den Früchten des Erlösungswerkes Jesu Christi weiter zu geben, und zwar aus einem vorbehaltlosen, heilsgeschichtlichen Glauben der – nach dem Stiftungswillen Jesu – auf Petrus gegründeten Kirche, das ist eine übernatürliche Glaubenswirklichkeit, die es gemeinschaftlich zu glauben gilt.

5. EXKURS: Ein kulturgeschichtlichs Detail aus der Frühzeit des kirchlichen Lebens

Genauso, wie sich die ersten Generationen der Jünger des Herrn der „Neuheit“ des christlichen Lebens verpflichtet wussten, aber wohl wissend, dass diese „Neuheit des Christentumes“ ihre Wurzeln nicht aus der damals zeitgenössischen spätrömisch-hellenistischen Dekadenz speisen konnte, sondern aus einer neuen Art von Lebensweise, die man später als die bei der Taufe eingegossenen (göttlichen) Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe bezeichnen konnte.

Bestärkt wurde diese Lebensweise durch die neuen (rein christlichen) Tugenden der standesgemäßen Schlichtheit des Lebens „als Fremdlinge und Pilger in dieser Welt leben“ („Armut“), der (standesgemäßen) Keuschheit (im Brautstand, im Ehestand und im Witwenstand; und der dienstbereiten Demut, alles Lebenshaltungen, die man in Jesus begründet sah und die man im „Pilgerstand des christlichen Lebens zum himmlischen Jerusalem“ gelebt hat. Hintergrund ist die Offenbarung der künftigen Auferstehung, die Jesus nach seiner schmachvollen Kreuzigung den Jüngern als Unterpfand der eigenen Auferstehung zurückgelassen hat.

Ein typisch zeitgenössisches Wortspiel im hellenistischen Antiochien, einer heidnischen Universitätsstadt in Syrien kann diese Entwicklung verdeutlichen. Es geht um das Wort „chreestianoi“.

In der Apostelgeschichte wird erzählt, dass man in Antiochien die Jünger des Herrn das erste Mal die „christianoi!“ nannte. (Apg 11,26), die „Christus-Leute“. Nun gibt es in der griechischen Sprache ein Eigenschaftswort, „chreestós“,das mit  ‚nützlich‘ , ‚redlich‘ übersetzt werden kann.

In der damaligen vornehmen heidnischen(!) Gesellschaft war man darauf bedacht, dass man redliches Dienstpersonal hat. Darum hat man gerne christliches Dienstpersonal angestellt. Denn von ihnen konnte man annehmen, dass sie redlich sind. Die christianoi sind chreestoi. Und so kam es dazu, dass man gutes (meist christliches)  Dienstpersonal, das zugleich  „chreestoi war,  die „chreestianoi“ nannte Eine schlichte Episode aus jener Zeit, die die Wertschätzung des damaligen (gelebten) christlichen Glaubens zeigt. Diese „Wortmischung “ ist ein unverdächtiges Sittenzeugnis von der „Nützlichkeit“ eines (Dienst-)Personals christlicher Prägung. In der Wertschätzung der vornehmen,heidnischen Gesellschaft hat man diese schlichte,„brauchbare“ Lebenshaltung vom Lebensvollzug der „chreestianoi“ ablesen können.

6. EXKURS: Der „letzte Schrei“ der Neuheit des „Life-styles“: Gender – Mainstreaming!

Der aktuelle atheistische „Gender-Mainstream“ meint durch sein egalitäres „Glasperlenspiel“ mit den Geschlechter- (Gender-) Rollen von Mann und Frau, es müssten ohne weiteres und unbedingt Frauen zum Apostelkollegium dazu genommen werden, denn es steht ja so wie so bei diesem Thema – nach der Meinung vieler vom christlichen Glauben Distanzierter oder gar Abgefallener – nur Menschenmeinung (der„ahnungslosen“ Apostel von damals) gegen Menschenmeinung (aufgeklärt-atheistischer „Genderismus“ von heute) und dann soll „halt einfach“ das geschehen, was die Mehrheit meint oder was man als Mehrheit haben will und in verborgener Gesetzgebung stillschweigend schon durchgesetzt hat.

Die Anteil-Gabe, „die Hauchung“ des Heiligen Geistes durch den Heilsbringer für jeden Menschen, Jesus Christus, damals an jenem Ostersonntag -Abend im Abendmahlssaal, ist aber keine periphere, nach menschlicher Willkür vollziehbare Angelegenheit, sondern es geht hier alles auf Gottes Willen und unwiderrufliche Entscheidung seiner ewigen Weisheit zurück!

Diese Geisthauchung kommt aus dem (durchbohrten Erlöser-) Herzen des (gekreuzigten und auferstandenen) menschgewordenen Sohnes Gottes her, der die „zweite göttliche Person“ im Glaubensgeheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit ist (vgl. KKK 202). Jesus Christus ist „der, der da kommen soll, der Messias, „der, der ‚mit Gott‘ Gesalbte“, der, „mit dem sich einmal alle Völker segnen werden“. (siehe: Verheißung Gottes an Abram, den Stammvater des berufenen Gottesvolkes Gen 11, 31 – 12, 3) (vgl. auch die Frage des eingekerkerten Täufers Johannes an Jesus (in Lk 7, 18. parr.)

Wenn aber der menschgewordene Gottessohn in seiner Herrlichkeit als der Auferstandene etwas verfügt hat, dann kann man das nicht aus irgend einem menschlich plausiblen Grund später abändern! Was Gott vollzieht, das tut er unwiderruflich. „Für uns Menschen und zu unserem Heil“ ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von Maria, der Jungfrau, und ist (Anm.: männlicher) Mensch geworden“ (siehe: „das Credo der Konzilien von Nizäa (325) und von Konstantinop((el 381“, im neuen Gotteslob Nr. 586/1 Großes Glaubensbekenntnis oder Mess-Credo)..

Die Philosophin Hanna Gerl– Falkowitz, Ehren-Mitglied des Professorenkollegiums der katholischen Universität „Benedikt XVI“ in Heiligenkreuz drückt es auf ihre Weise präzise aus: „Jesus Christus“, der Heilsbringer für alle Menschen, „hat das Mann-Sein und Frau-Sein“ im heilsgeschichtlichen Zusammenhang der Erlösung „anders ‚positioniert‘ “ als es eine innerweltliche – ihr Menschsein im Selbst- Konsum sich aufbrauchende – Modernität in der heutigen Zeit festsetzen will.

„Genderismus“, ein egalitäres „Glasperlenspiel“ mit den Geschlechter-(Gender-) Rollen ist eine mit dem christlichen Menschenbild n i c h t  in Übereinstimmung zu bringende verkürzte modisch-atheistische Pseudo-Anthropologie, die sich mit dem Aufgebot aller zeitgenössischen „Geisterei“ dagegen wehrt, dass Gott „den Menschen als „männlich“ und „weiblich“ (siehe Litteral-Übersetzung des hebräischen Urtextes) geschaffen“ hat und „dass er sah, dass es gut so war“.Dabei wird  beim „Genderismus“ mit viel „philosophischen „Papier- Maschee“ gearbeitet, (jenem Material, mit dem für Film und Fernsehen vorübergehend(!) und kostengünstig Scheinwelten auf- und auch schnell wieder abgebaut werden können)

Insoferne ist die Lehre der katholischen (und orthdoxen Schwester-) Kirchen über ihr apostolisches, geisterfülltes Verständnis des Amtspriestertumes, das lehrmäßig festhält, dass die Teilhabe am apostolischen, geisterfüllten Stellvertreter-Dienst ausschließlich Männern vorbehalten ist, auch ein Schutz des christlichen Menschen- und Ehe -Verständnisses. „als männlichen und  fraulichen  Menschen  hat ER sie (Anm.: e dialogisch strukturiert) erschaffen.“

Im MENSCH-gewordenen GOTTES-Sohn (erster trinitarischer „Hervorgang“)I werden sich alle Völker mit der Verteidigung der Basiswerte des von Gott geschaffenen, menschlichen Lebens selig preisen . Sollten sie ihr eigenes Menschsein aber einmal schuldhaft „verdreht“ und missbraucht haben und unglücklich geworden sein, so werden sie durch die Selbsthingabe Jesu und „sein Blut, das er zur Vergebung der Sünden“ für uns vergossen hat“ (vgl. Katholische Messfeier: die von einem gültig geweihten Priester „an der Stelle Jesu“ geistmächtig- stellvertretend über den Wein zu sprechenden Jesus- Worte) zu seiner ewigen Barmherzigkeit nochmals ganz hingeführt und für den Himmel hergerichtet“!

Die Zeitgeister wollen meist „Instant-Lösungen“ für die tiefen Menschheits – Probleme denn, „es muss doch einfach möglich sein, Frauen in das kollegiale, geisterfüllte Dienstamt der Apostel „hinein zu debattieren!“

Aber, seit die zweite göttliche Person in Jesus Christus aus der Jungfrau Maria Mensch geworden ist, und zwar in der Form des Mann-Seins (und nicht des Frau- Seins), kann überhaupt erst jedweder irdische Mensch (ob Mann, ob Frau, ob Kind) ganz bei Gott im Himmel sein und in Seinem Auftrag und Sendung auf Erden als Mensch etwas Göttliches tun und ewig immer glücklicher werden.

Vor der Menschwerdung des Gottessohnes war die unverhüllte, ewige Nähe des Menschen bei Gott für den Menschen k e i n  Lebensplatz. Im Alten (noch immer gültigen) Bund hat es die Redewendung gegeben „Gott sehen – und sterben (müssen) !“. Der Mensch kann die Lichtherrlichkeit Gottes nicht aushalten, er „verbrennt“ gleichsam – bildlich gesprochen – in ihr.

Erst nach der Verkündigung der Menschwerdung Gottes an die Jungfrau Maria und ihr „Fiat“ (Ja) dazu: „ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach Deinem Wort“ (Lk 1, 38) und erst nach dem Triumphzug des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus durch das „Reich des Todes“ (siehe großes Glaubensbekenntnis (GL neu, Nr. 586,1) und seine endgültige Auffahrt in den Himmel, in seine dreifaltige Herrlichkeit, gehört zum dreifaltigen Gottesgeheimnis, zum Allerbarmer, eine verklärte Menschen-Natur (Jesu, des Messias, also eine „männliche“ Menschennatur) zu seiner göttlichen,heilsökonomischen Wirklichkeit dazu

Diese heilsgeschichtliche Gegebenheit, nämlich dass eine (männliche) Menschennatur zum Gottesgeheimnis dazugehört, ist seit der Menschwerdung des Gottessohnes und spätestens nach der Himmelfahrt des Herrn nicht mehr rückgängig zu machen. Und somit ist die apostolische , geisterfüllte Stellvertreter – Aufgabe (Apostelkollegium), mit der sich der Messias unwiderruflich eins gemacht hat, und die er andererseits ganz zu sich dazu genommen hat, nur mit einem männlichen Menschen hinsichtlich des apostolischen Dienstamtes kompatibel. Eine Frau kann weder Jesus, den Bräutigam seiner Kirche, noch das männliche, geist-erfüllte Dienstamt mit ihrer fraulichen Natur im Apostelkollegium heilsgeschichtlich repräsentieren.

Aber das heißt noch lange nicht, dass sie gerade mit Ihrem Frausein nicht wertvollste und auch geistliche(!) Anregungen und Sichtweisen für die apostolische Gemeinschaft der Kirche beitragen könnte! Die „Himmelfahrt Christi“ macht das vorhin Gesagte definitiv möglich und die Aufnahme von Frauen in das Apostelamt unmöglich.

Diese Aussage ist aber kein Ausdruck männlicher Arroganz,

sondern für Frauen eine konkrete Echtheitsprobe ihrer Annahme des heilsstiftenden Glaubens an Jesus, den menschgewordenen Gottessohn. Erst durch „diesen“ Zugang („durch“den ‚männlichen‘ Messias) und („durch“die männlichen Stellvertreter im Dienste des Messias) haben die Frauen Zugang zu allen anderen Heilsgaben und Charismen des Geistes des Herrn, die Er ihnen für seine Kirche schenkt und zwar gerade durch ihr Frau-sein (vgl. Maria, die Mutter des Herrn) aber auch für (!) ihr Frausein und mit ihrem Frausein.

In ähnlicher Weise ist das Versprechen der „freiwilligen Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen“ für einen Mann eine der Echtheitsproben für die fruchtbare Annahme seiner göttlichen Berufung zum apostolischen Dienstamt, ermöglicht durch den heilstiftenden Glauben der katholischen Kirche, in der Jesus Christus für die ganze Welt bleibend gegenwärtig ist, auch mit der Lehre, dass „die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen zu Priestern zu weihen“ (sie in die Nachfolge des Apostelkollegiums, das heißt, sie in das heutige Weltbischof-kollegium aufzunehmen (vergleiche zum Abschluss. LG n.22:

„Die (heutige) Ordnung der Bischöfe (aber), die dem Kollegium der Apostel im Lehr- und Hirtenamt nachfolgt, ja in welcher (Anm: dieses Wort „welcher“ bezieht sich auf „die Ordnung der Bischöfe“) die Körperschaft der Apostel immerfort weiter besteht, ist gemeinsam mit ihrem Haupt, dem Bischof von Rom, und niemals ohne dieses Haupt, gleichfalls Träger der höchsten und vollen Gewalt über die ganze Kirche.“ (Anm 63: vgl. die amtliche Relation von Zinelli in Conc. Vat. 1: Mansi 52, 1109 C.).“

Heiliger Apostel M a t t h i a s, bitte für uns und für alle gläubigen Frauen!

Zusammenstellung von markanten Zitaten aus der Dogmatischen Konstitution über die Kirche „LUMEN GENTIUM

über die Stellung des Diözesanbischöfe im Verhältnis zum Papst: LG n. 27       

 

„Ihnen (den Bischöfen) ist das Hirtenamt, das heißt die beständige tägliche Sorge für ihre Schafe, im vollen Umfang anvertraut. Sie sind nicht als Stellvertreter der Bischöfe von Rom zu verstehen, denn sie haben eine ihnen eigene Gewalt inne und heißen in voller Wahrheit Vorsteher es Volkes, das sie leiten. (Anm. 95).

Folglich wird ihre Gewalt von der obersten und allgemeinen Gewalt nicht ausge – schaltet, sondern im Gegenteil bestätigt, gestärkt und in Schutz genommen     .(A. 96)

Dabei bewahrt der Heilige Geist die von Christus dem Herrn in seiner Kirche  gesetzte  Form der Leitung ohne Minderung.

Hierarchische Struktur des kirchlichern Amtes: LG n 28

Christus, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat (Joh 10, 36), hat durch seine Apostel deren Nachfolger, die Bischöfe, seiner eigenen Weihe und Sendung  teilhaftig gemacht. Diese wiederum haben die Aufgabe ihres Dienstamtes in mehr-facher Abstufung verschiedenen Trägern in der Kirche rechtmäßig weitergegeben

(Anm. 98) vgl. Ignatius v. A.; Ad Ephes. 6, 1 .

So wird das aus göttlicher Einsetzung  kommende kirchliche Dienstamt in verschiedenen Ordnungen ausgeübt, von Jenen, die schon  seit alters Bischöfe, Priester, Diakone heißen

Die Priester  haben zwar nicht die höchste Stufe der priesterlichen Weihe und hängen  in der Ausübung ihrer (Anm.: geistlichen) Gewalt von den Bischöfen ab; dennoch sind sie mit ihnen  kraft des Weihesakramentes  nach dem Bilde Christi, des höchsten  und ewigen Priesters (Hebr. 5,1-10; 7,24; 9,11-28) zur Verkündigung der Frohbotschaft, zum Hirtenamt an den Gläubigen und  zur Feier des Gottes-dienstes geweiht und so wirkliche Priester des Neuen Bundes…..

Als sorgsame Mitarbeiter, als Hilfe und Organ der Ordnung der Bischöfe  bilden die Priester , die zum Dienst am Volke Gottes  gerufen sind, in Einheit mit ihrem Bischof ein einziges Presbyterium, das freilich mit unterschiedlichen Aufgaben betraut ist. In den einzelnen örtlichen Gemeinden  der Gläubigern machen sie den Bischof, mit dem sie in vertrauensvoller und großzügiger Gesinnung verbunden sind, gewissermaßen gegenwärtig; sie übernehmen  zu ihrem Teil seine  Amtsaufgaben. und seine Sorge und stellen sich  täglich in ihren Dienst…..sie sollen umso mehr in vereinter Sorge und Arbeit unter Leitung der Bischöfe und des Papstes jede Art von Spaltung beseitigen , damit die ganze Menschheit der Einheit der Familie Gottes zugeführt werde (Anm.:n kann).. .

Weihe und Aufgabe der Diakone:  LG n. 29:

In der Hierarchie eine Stufe tiefer stehen die Diakone , welche die Handauflegung      (Anm.: des  Bischofs) „nicht zum Priestertum sondern zur Dienstleistung empfangen. Mit sakramentaler Gnade gestärkt (Anm: spiritus presbyterii), dienen sie dem Volke Gottes“

siehe Anm 110.: Constitutiones Eccl. Aegyptiacae III,2 Didascalia II,103 Statuta. Eccl. Ant. 37-41;
Dekret..über Dienst und Leben der Priester: Presbyterorum Ordinis                         

 

Kapitel I      Das Priestertum und die Sendung der Kirche: nn.. 2-3

Kapttel II    Abschn. 1: Die priesterlichen Ämter nn. 4 – 6                                                        

         Abschn. 2: Die Beziehung der Priester zu anderen nn. 7-8 ( habitudo ad alios)

n.7 (letzter Satz): Kein Priester kann abgesondert und als einzelner seine Sendung hinreichend  erfüllen, sondern nur in Zusammenarbeit mit anderen Priestern, unter Führung derer, die die Kirche leiten..

 

 

(1)„ er trat bei verschlossenen Türen „in ihre Mitte,….Friedensgruß…zeigte ihnen seine Hände (Anm.: mit den Wunden) ….und seine Seite. (Anm.: mit ihrer (Seiten-) Wunde). Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen…. hauchte sie an und sprach: „Empfanget den Heiligen Geist. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch (als meine – mich stellvertretenden – Gesandten).“ (Joh 20,19 ff. Es ist auffallend, dass der in einer ganz anderen Weise denkende und schreibende Apostel und Evangelist Johannes diesen konkreten Beitrag zur Ämterfrage bieten kann!)

(2) (vgl. Dtn 21, 22-23 „ein am Pfahl (des Kreuzes) Erhängter, den man dann tot am Pfahl hängen lässt, ist ein Gottverfluchter“)!

(3) vgl. Mk 16,19: „Nachdem Er das (Anm: letzte Anweisungen) gesagt hatte, wurde Er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes“ vgl. Lk, 24,51: „Während Er sie segnete, verließ Er sie und wurde in den Himmel aufgenommen“ und vgl. Apg 1, 9: „ Er wurde vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm Ihn auf und entzog Ihn ihren Blicken“

(4) (vgl. Mt 20, 20-23: Bitte der Mutter der Zebedäus-Söhne; Mk 10,35 -40: die Bitte der Zebedäus-Söhne Jakobus und Johannes bezüglich der einflussreichen Plätze im neu aufzurichtenden davidischen Weltreich (einer wünschte sich den rechten , der andere den linken Platz an der Seite Jesu).

 

CURRICULUM VITAE des Verfassers

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