Die Priesterweihe in der katholischen Kirche ist auch heute ausschließlich Männern vorbehalten.

Ein sakramenten-theologisches Zeugnis des Glaubens der Kirche aus dem Jahr 2001 von emer. Dechant, Kons.R,  lic. theol. P. Robert  B ö s n e r  OSB,

(ehemals Maria Dreieichen), heute Stift Altenburg.

Überblick.:
Vorbemerkungen

I- Zeitgenössische Schwierigkeiten mit der Lehrposition der kath. Kirche

II- Unterschied zwischen religiöser u. kulturpolitischer Ansicht

III-der größere “Ökumene-Horizont“ i durch die ehemals „eine“ Kirche

IV- Kontraposition: evangelische Lehransicht bezüglich Leitungsdienst

V – Kurze aktuelle Zusammenfassung der katholischen Lehraussagen

VI – Exkurs 1: Kompatibles Weiheverständnis in Ost und West

VII – Exkurs 2: Gleiches Verständnis der Priesterweihe in der r.k. und in der orthod. Kirche.

VIII – Ekklesiologischer Hintergrund für das Glaubensverständnis d. geistlichen Dienstamtes

IX – Unterschied zwischen Männer (und Frauen) als freiwillige Helfer oder als apostolische Stellvertreter

X – Verständnishilfe für zeitgeschichtlich geprägte Fachausdrücke

XI – Die historische Wirklichkeit des kirchlichen Lebens war apostolisch geprägt

XII – Handauflegung durch Apostel oder ihre Nachfolger: Zeichen des Anschlusses d. nachapostolischen Gemeinde an die apostolischen Anfänge

XIII – Freiheit der Apostel von andrängenden Aufgaben. Vorrang: Gebet und Dienst am Wort sowie Sorge für die ganze Kirche

XIV – Die konkrete Form der sicheren Weitergabe der Geistgabe Jesu

XV – „Die Kirche sieht sich heute nicht ermächtigt“, Johannes Paul II, 22.Mai 1994

XVI – Kann man je neu ausmachen, wie die von Jesus gegebene Struktur der Weitergabe des g geisterfüllten Amtes, „sicher“ durchgeführt werden kann?

XVII- Der Auferstandene gab – durch den Heiligen Geist – den Aposteln, die er sich erwählt h hatte, Anweisungen.

XVIII – Es gibt kein anderes „geistliches“ Amt in der Kirche, als jenes, das die Apostel als Mit-¬ ) glieder des Apostelkollegiums von Jesus selbst erhalten haben.

XIX – Durch die Apostel (-nachfolger) werden der späteren Kirche die „alternativlos geist- e erfüllten Anfänge“ sicher weitergegeben.

XX – Das Leitbild für die 12 Apostel: die 12 Stamm-v ä t e r des neuen Gottesvolkes

XXI – Das s i c h t b a r e (sakramentale) Zeichen für die verlässliche Weitergabe der h W Weihegnade Christi durch die Geschichte ist die n i c h t u n t e r b r o c h e n e bisch bischöfliche Handauflegung auf je neue Kandidaten..

XXII – Bei der Eucharistiefeier der Gemeinde, „werden die Gläubigen“ immer mehr mit Jesus C Christus und mit seinen ‚gültig‘ bestellten Hirten „eins“, …

XXIII – Bei der Mit-Feier der Hl. Messe, d.h. bei der Eucharistiefeier der Gemeinde, „werden die Gläubigen“ immer mehr mit Jesus Christus und mit seinen ‚gültig‘ bestellten Hirten „eins“…

XXIV – Zusammenfassung:

XXV- keine falschen Experimente mit der Geistgabe Jesu, der kirchlichen Einheit, die vom au auferstandenen Jesus kommt!

XXVI – In einer Zeit, in der manche Katholiken „die gläubigen Frauen“ auch in der Kirche h „ „ehrend“ auszeichnen wollen, ist man nicht gut beraten, wenn..

Vorbemerkung

Der hier vorliegende Artikel ist die nach 13 Jahren end-redigierte Stellungnahme aus dem Jahr 2001. Sie ist durch manche Zusätze länger und e i n d e u t i g e r geworden, da sie der Verfasser ab März 2014 sprachlich und inhaltlich verdeutlicht hat.
Anlass für die End-Redaktion ist u.a. eine methodologische Gegebenheit, die man interessierten Lesern wohl eigens erklären muss. Es geht darum, dass beim Vollzug der sieben Sakramente (also auch beim Sakrament der W e i h e: Welt-Bischofskollegium, die jeweiligen diözesanen Priestergemeinschaften (Presbyterium) und die Diakone) alles so gefeiert und gestaltet werden muss, dass die Gläubigen, das Gottesvolk, und die Empfänger des Sakramentes die S i c h e r h e i t haben müssen, dass ihnen dieses Sakrament s o gespendet wurde, dass sie es g ü l t i g empfangen haben. Sonst sind – besonders beim Sakrament der Weihe – alle anderen Sakramente, die ein „fraglich gültig“ geweihter Priester oder Bischof der Kirche zur Verfügung stellt, ebenfalls „fraglich“ gültig.
In der (Moral-) Lehre der Kirche nennt man diese methodische Vorgabe: Tutiorismus, eine Handlungsweise, die nur bei der Erstellung der (öffentlichen) Sakramente der Kirche angewendet werden darf, Im übrigen Handeln der Kirche und der Gläubigen gilt für das gewissenhafte, gute Handeln der sogenannte „Probabilismus“.(probabel =voraussichtlich richtig, bzw., gut).
Wenn es um die D i s k u s s i o n bezüglich eines Sakramentes geht, muss man sich des Umstandes bewusst sein., dass die A r g u m e n t e zur Verteidigung einer n o t w e n d i g s i c h e r e n Angelegenheit a n d e r s gelagert sind, als wenn es um jeweils verschiedene Ansichten zu einer „voraussichtlich“ richtigen oder falschen Angelegenheit geht. Bei einer solchen Diskussion kann auch ein Diskussionspartner den anderen mit guten oder besseren Argumenten überzeugen wollen. Bei der „Verteidigung“ der Vollgestalt eines Sakramentes der Kirche jedoch ist diese Form der Diskussion („Rhetorik der Überredung“) nicht entsprechend.
Wenn sich daher auf Grund dieses Hinweises ein Zeitgenoss-e(-in) denkt, dass es doch dann überhaupt keinen Sinn hat, über diese Glaubensfrage in der üblichen, konventionellen Weise zu diskutieren, dann hat der/die Betreffende zumindest gemerkt, dass man mit dem Thema der Frauenordination das Selbstverständnis und die Identität der „einen, heiligen, katholischen und. a p o s t o l i s c h e n Kirche berührt. (vgl. das Große Glaubensbekenntnis im „Gotteslob“ (neu) 586,1 „..wir glauben die eine, heilige, katholische und a p o s t o l i s c h e Kirche“).

Von manchen Seiten hagelt es nur so von Vorwürfen und Unverständnis gegenüber der Lehrposition der katholischen Kirche in dieser Frage!

I.) Zeitgemäße Schwierigkeiten mit Lehr-positionen der katholischen Kirche

Das heutige Denken in der Großgesellschaft ist fasziniert von den Erfolgen der Naturwissenschaften, von manchen ideologischen Bemühungen, Einfluss auf die Öffentlichkeit zu gewinnen und von den elektronischen Möglichkeiten, das gesellschaftliche Leben gezielt oder stillschweigend zu organisieren.
Diese Erfolge möchte man unwillkürlich auch auf andere Bereiche des menschlichen Lebens ausdehnen, auch auf jene, die man entsprechend ihrer Eigenart bisher mit angepassten Formen des Denkens gepflegt hat. Es sind vor allem die personalen, kulturellen und religiösen Seiten der menschlichen Wirklichkeit.  Sie unterliegen vor allem dem vorgegebenen, organischen Reifen. Wenn man vom traditionellen geistesgeschichtlichen Umgang mit diesen humanen Wirklichkeiten abgeht und sie einseitig naturwissenschaftlich betrachtet, darf man sich nicht wundern, dass man sie dann nur verkürzt oder uneigentlich erkennt; ja, man gerät direkt in die Gefahr, sie nicht nur als unbedeutend abzuqualifizieren, sondern in gewisse ihrer Bereiche störend oder gar unwiderruflich zerstörend einzugreifen. Beim gegenständlichen Fall dieses Artikels geht es um Identitätsfragen des Selbstverständnisses der apostolischen strukturierten katholischen Kirche.

viele vorwurfsvolle und einseitige Fragen

  • Wie kann man in der katholischen Kirche nur so „sexistisch“ denken, dass man die Voraussetzung für das Erkennen einer tatsächlich von Gott kommenden Berufung zum apostolischen Priesteramt vom „Mann-Sein“ (vom X-Chromosom) abhängig macht?
  • Für viele Zeitgenossen ist die Haltung der katholischen Kirche in dieser Angelegenheit mit einem Plausibilitätsmangel belastet.
  • Warum „demütigt“ die katholische Kirche jene Frauen, die meinen, von Gott zum Priesteramt berufen zu sein? Die verantwortlichen Hirten der (apostolisch begründeten) Kirchen anerkennen von vornherein den inneren „Ruf“ von Frauen nicht als „vocatio divina“ (als eine von Gott kommende Berufung) für das apostolische (!) Priestertum in der Kirche.
  • Fragen über Fragen in der heutigen Gesellschaft, die die katholische Kirche in ein ungünstiges Licht stellen.

Kann die katholische Kirche mit ihrer theologischen Vor-Einstellung überhaupt die Sachwalterin des Stiftungswillens Jesu sein?
So urteilen die heutigen Zeitgenossen. Denn in ihren Augen hat die katholische Kirche allen „Kredit“ verloren. Unwillkürlich wissen sie aber, dass der Auferstandene die Apostel zu seinen Stellvertretern in den Glaubens-Fragen bestellt und somit berufen hat. „ ..wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch..“ Joh 20, 21): Aber gilt das auch noch, wenn sie als Lehrer des verbindlichen Glaubens etwas 2000 Jahre später aus dem Glaubenszusammenhang heraus lehren, was der Plausibilität des Zeitgeistes eines späteren Kulturkreises widerspricht
Jedenfalls wird das Herrenwort im Lukas-Evangelium, Kap. 10, Vers 16 und in allen drei(!) anderen – so unterschiedlichen – Evangelien in dieser Weise interpretiert: „Wer euch“ (Anm.: die Apostel und auch die anderen (72) Jesusjünger und später die Amts-Nachfolger der Apostel) „hört, der hört mich, wer Euch ablehnt, der lehnt mich ab, wer mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat, den Vater.“ (vgl. auch Mt 10,40; Mk 9,37; Lk 9,48; Joh.13,20).

 

II ) Der u n a u f h e b b a r e Unterschied zwischen religiöser Sicht und nur kultureller bzw. gesellschafts-politisch reduzierter Sicht

Wer heute für die Frauenordination in der katholischen (!) Kirche eintritt, der übersieht bei diesem religiösen(!) Thema die unwillkürliche Fixierung des eigenen Denkens auf die geistesgeschichtliche und gesellschaftspolitische Situation der Frau im hochindustrialisierten (Mittel-) Europa und in Nordamerika (inklusive Kanada). Gleichzeitig übersieht er/sie, dass es nicht nur die römisch- katholische Kirchenordnung sowie die byzantinisch-unierte (-n) sprich griechisch-katholische(-n), sondern auch die (byzantinisch-orthodoxe(-n) östliche(-)n Kirchen gibt (mit ihrer Berufung auf die „apostolischen Kanones“ zu diesem Thema). In jenem weiten ost-kirchlichen Bereich ist es nämlich bezüglich Weihe zum apostolischen Diakonat/Priestertum gänzlich ausgeschlossen, dass Frauen zur Weihe zugelassen werden. Dies gilt auch für die orthodoxen Kirchen in Europa und in den Vereinigten Staaten.
Wer sich für die Frauenordination in der katholischen Kirche einsetzt, kennt wahrscheinlich auch gar nicht die lange, eigene, stadt-römische Lehrtradition in dieser Frage!

 

III ) Der g r ö ß e r e Horizont der „Ökumene“ in der ehemals e i n e n (apostolischen) Kirche

Der kirchliche Osten kann – wie gesagt – vieles zur Illustration der Amtsfrage in der katholischen Weltkirche beitragen, auch wenn die geistesgeschichtliche Entwicklung der Stellung der Frau in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit (des Ostens noch) nicht so weit gediehen ist wie bei uns im individualisierten Westen.

Der h e i l s g e s c h i c h t l i c h e Zusammenhang in der Amtsfrage zwischen den kirchlichen Anfängen vor 2000 Jahren und heute.
Der kirchlich-katholische Ordnung der Priesterweihe nur für Männer will nicht eine gewisse „Einfallslosigkeit“ in der Amtsfrage demonstrieren oder eine bestimmte „Minderwertigkeit“ der Frauen aus früheren geistergeschichtlichen Perioden für unseren heutigen kirchlichen Bereich festschreiben, sondern diese Reserve will den heilsgeschichtlichen Zusammenhang zwischen den geisterfüllten Anfängen der Apostel vor zweitausend Jahren und dem kirchlichen Heilswirken der heutigen apostolischen Kirche(-n) rechtfertigen und festhalten. Beide sakramentalen Wirklichkeiten gehenin ihren Grundlagen nämlich auf Jesus selbst zurück!
Es ist ja auffallend, dass gemäß der Heiligen Schrift des Neuen Testamentes schon ganz am Anfang seines „Ostersieges“ „der Auferstandene am Ostersonntag Abend bei verschlossenen (!) Türen in den Abendmahlssaal kam und in die Mitte der Apostel trat“ (vgl. Joh 20,19c) …„und (er) sagte noch einmal „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach: ‚Empfanget den Heiligen Geist…‘ “

 

IV) Kontraposition: Evangelisch-protestantische Lehransicht bezüglich des kirchlichen „Amtes“.

Freilich gibt es im westlich-mitteleuropäischen Bereich (und in Folge davon in Nord-Amerika durch die Auswanderungen (Pilgrimfathers) und heute letztlich weltweit auf allen Kontinenten) durch fast fünf Jahrhunderte die evangelisch-protestantische Lehransicht, die ausführt, dass das heutige Vorsteheramt (sprich Predigtamt) in der evangelischen Kirche kein (!) geisterfülltes, eigenständiges Sakrament ist, sondern „nur“ eine Ausfaltung der Würde des sakramentalen Taufchristentumes. Das Wort „nur“ will keine Minderbewertung der Würde des „königlichen Priestertums“ aller Getauften sein. Diese Aussage will nur den Unterschied zur katholischen Lehrposition herausarbeiten.
Wenn aber das Leitungsamt in der evangelischen Kirchengemeinschaft lehrmäßig nur im Taufchristentum begründet ist, dann ist es – konsequenter Weise – nicht plausibel, dass nur Männer diese Aufgabe ausüben können.

 

V) Kurze aktuelle Zusammenfassung der katholischen Lehraussagen im Priesterdekret des 2. Vatikanischen Konzils

Im Konzilsdekret „Presbyterorum ordinis“ des 2. Vatikanischen Konzils (1962-65) mit dem Untertitel: ‚Dienst und Leben der Priester‘ heißt es dagegen in n.2: „Das Priestertum der (Anm.: apostolischen) Amtspriester setzt zwar die christlichen Grundsakramente (dh. Taufe, Firmung und Eucharistie) voraus, wird aber durch ein eigenes Sakrament übertragen. Dieses zeichnet die Priester (Anm. des Verfassers: als Glieder der einen sakramentalen diözesanen Priestergemeinschaft mit dem Bischof) durch die Salbung des Heiligen Geistes (Markierung durch den Verf.) mit einem besonderen Prägemal (aus) und macht sie auf diese Weise dem Priester Christus gleichförmig, so dass sie in der Person des Hauptes (Anm.: des Leibes, der Kirche), C h r i s t u s, handeln können.“
„ …. (So nehmen) die Priester für ihren Teil am Amt der Apostel teil“ (Anm.: das will sagen: sie sind „apostolisch“, sind aber keine Bischöfe, sondern „nur“. Apostelmitarbeiter) „(es) wird ihnen von Gott die Gnade verliehen, Diener Jesu Christi unter den Völkern zu sein, die das heilige Amt des Evangeliums (Anm.: priesterlich) verwalten, damit die Völker eine wohlgefällige und im Heiligen Geist geheiligte Opfergabe werden.“ (vgl. Röm 15,16, griech.), (siehe dazu in der Kirchenkonstitution „Lumen Gentium“ die Nummer.10, Absatz 2, in der die Aussage über den Unterschied zwischen dem gemeinsamen Priestertum der Getauften und dem Priestertum des Dienstes dargelegt wird.
In der römisch-katholischen Kirche und gleicherweise in der griechisch-katholischen Kirche (wenn auch unter einer anderen Ritusgestalt: Johannes Chrysostomos- Liturgie) und ebenso in anderen unierten Kirchen unter verschiedenen Ritusgestalten) und in dem großen Bereich der orthodoxen Kirchen ist die Verbundenheit und grundsätzliche Einheit der verschiedenen apostolischen Kirchen (mit ihrem gleichen sakramentalen Vorverständnis, was das geisterfüllte, apostolische Amt betrifft) ausdrücklich gegeben, wenn auch die von Christus gewollte Einheit mit Petrus noch nicht bei allen wieder gegeben ist.

.. ein g r o ß e r ökumenischer Kirchen – Horizont
Der Verfasser meint wirklich, dass dieser kirchliche Ökumene-Horizont bei der Behandlung unseres Themas hilfreich sein kann. Vor allem für das Verständnis der Aussage der Überschrift dieser kleinen Abhandlung. Wäre nämlich die Priesterweihe n u r in der römisch-katholischen Kirche wirklich den Männern ausdrücklich vorbehalten, während in den anderen (apostolischen) Kirchen schon längst Frauen zu Diakonen und Priestern geweiht würden, dann könnte man mit Recht sagen, dass da in der römisch-katholischen Kirche ein sexistischer oder frauenverachtender Unterton mitschwingt, der die gläubigen und dienstbereiten Frauen von etwas abhalten will, was ihnen als glaubende Katholikinnen eigentlich „zustünde“. Aber es ist genau u m g e k e h r t!

 

VI) Exkurs 1: Gleiches Weiheverständnis in der altkirchlichen „einen“ Kirche, am B e i s p i e l der ‚Konpatrone Europas‘ dargestellt, der heiligen Brüder Cyrill und Method und des Mönchvaters Benedikt von Nursia (später von Monte Cassino) dargestellt.

Auf ihre Weise drückt das die Bestellung der Hl. Cyrill und Method im Jahre 1980 zu „Konpatronen Europas mit dem Hl. Benedikt“ aus durch den – zusammen mit Papst Johannes XXIII heiliggesprochenen – Papst Johannes Paul II. Diese zwei ebenfalls als Heilige verehrten leiblichen Brüder, die vor dem Jahr 900 als Missionare bei den slawischen Völkern wirkten (Großmährisches Reich), erwiesen sich bei ihrer Slawenmission aus seelsorglichen Gründen als große Förderer der byzantinischen Liturgie. Sie nahmen sie damals aus ihrer südslawischen Heimat Saloniki mit. Im Jahr 1980 hat niemand ein Hindernis dabei gesehen, dass diese zwei ostkirchlichen Missionare zusammen mit dem – schon ca. vierhundert Jahre früher lebenden „Patron Europas“ – dem Hl. Benedikt – der in der lateinmischen Westkirche aufgewachsen ist, als „Konpatrone Europas“ beigesellt wurden.

Der Hl. Benedikt hat als Mönch in Monte Cassino (nicht als Priester!) das eucharistische Opfer immer im römisch katholischen Ritus mitgefeiert und in seiner Sterbestunde das Viaticum, die Hl. Wegzehrung, auf seinem letzten irdischen Weg zu Gott, empfangen. Dennoch sind sie zu „gemeinsamen“ Patronen Europas bestellt worden. „Denn“ – so sagte Papst Johannes Paul II – bei ihrer Bestellung: „die Kirche in Europa lebt nur dann gesund, wenn sie mit b e i d e n Lungenflügel atmet“ das heißt, wenn sie belebenden und kirchenaufbauenden G e i s t „aus der Frömmigkeit der West- und der Ostkirche“ einatmet und aufnimmt“.
So sind alle drei gemeinsam die Schutzpatrone Europas aus dem ersten Jahrtausend geworden und haben Bedeutung sowohl – für die Neu-Evangelisierung Europas als auch für das gemeinsame alt-kirchliche Vor-Verständnis der apostolischen Zulassungsbedingungen zur Diakonen- und Priesterweihe von den Anfängen an.
In beiden Kirchentümern werden nur Männer zu Diakonen und Priestern bzw. Bischöfen geweiht.

 

VII) Exkurs 2: Gleiches Vor-Verständnis der Priester-weihe in der römisch-katholischen Kirche und in den orthodoxen Kirchen; diverse historisch gewachsene Unterschiede

Es wurde von den Aposteln und später von den jeweiligen Bischöfen nur Männern bei der Diakonen-Weihe die Hände aufgelegt und es sind nur Diakone (d.h. Männer) durch die Handauflegung des Bischofs in die geisterfüllte diözesane Priestergemeinschaft „hinein geweiht“ worden. So kann der kirchliche Osten die Glaubenssicherheit in der Amtsfrage bei uns illustrieren,

Anders als in der Westkirche ist die Konzelebration bei der Feier der Hlst. Eucharistie in der Ostkirche immer entfaltet geblieben, die kollegiale, sprich sakramentale Einheit in dem einem geisterfüllten „Presbyterium“ einer Diözese mit dem jeweiligen Bischof blieb in der orthodoxen Ostkirche jedoch weniger deutlich ausgebildet wie in der Westkirche. Genau gesagt wurde diese kollegiale Dimension ab ca. 550 reduziert, weil ungefähr seit dieser Zeit (mit Erlaubnis einer Synode) vor allem verheiratete Männer in der orthodoxen Kirche zu Diakonen geweiht wurden (für die Bischöfe jedoch blieb die altkirchliche Ehelosigkeit um des Himellreiches willen voll aufrecht!). Der Bischof hat sie deswegen auch bei der Priesterweihe nur zu seinem Priestertum dazu nehmen können, jedoch nicht zu seinem Lebensstand als „um des Himmelreiches willen ehelos lebender“ Priester. Mögliche Kandidaten für eine spätere Bischofsweihe hatten meist die mönchische Lebensgestalt gewählt. Es wird auch konsequenter Weise bei einer orthodoxen Priesterweihe immer nur e i n (verheirateter) Diakon zum Priester geweiht.,
In der Westkirche jedoch, wo nur unverheiratete Diakone zur Priesterweihe zugelassen werden, kann der Bischof sie bei der Priesterweihe nicht nur zu seinem Priestertum, sondern auch zu seiner ehelosen Lebensweise dazu nehmen. So konnte das „eine“ geisterfüllte Presbyterium mit dem Bischof in den einzelnen Diözesen der Westkirche in seiner Vollgestalt voll erhalten bleiben.
Eigenartiger Weise war jedoch im zweiten Jahrtausend des Lebens der Kirche des Westens die sakramentale Konzelebration bis zur Wiederaufnahme durch das 2. Vatikanische Konzil verboten. Wahrscheinlich hat das etwas mit dem (mangelnden) Vor-Verständnis des eigenständigen Diakonates zu tun. Ab dem Mittelalter wurden nur Priesteramtskandidaten – als Vorbereitung zur Priesterweihe – zu Diakonen geweiht; schon mit der Verpflichtung zur priesterlichen Ehelosigkeit. (Diakonat nur als kurzes „Durchgangsstadium“ zur Priesterweihe.) während in der Ostkirche der eigenständige Diakonat (verheiratet oder unverheiratet um des Himmelreiches willen) immer erhalten geblieben ist.

 

VIII) Beim Glaubensverständnis des geistlichen Dienstamtes geht es nämlich nicht um ein kultur-geschichtliches, sondern um ein ekklesiologisches Anliegen.

In der alten (östlichen u. westlichen) „einen, heiligen, katholischen und a p o s t o l i s c h e n K i r c h e (vgl. Großes Messcredo, GL-neu 586,1-2) geht es, wie es das Glaubensbekenntnis der Konzilien von Nicäa (325, von Konstantinopel 381 bzw. von Chalkedon 451), Großes Messcredo:- mit der Ausfaltung der Merkmale des wahren Kirchenverständnis deutlich macht (una sancta catholica et apostolica ecclesia), um ein ekklesiologisches Anliegen.

Der Verfasser meint, dass diese Unterscheidung wichtig ist: denn die kulturgeschichtlichen Dinge unterliegen dem Wechsel der Zeitgeschichte, die sakramententheologischen Gegebenheiten hingegen unterliegen der „regula fidei“ (Glaubensordnung), sind Glaubensgut und können sinnvollerweise nur so behandelt werden, wie es dem Glauben und dem Selbstverständnis der Kirche entspricht, das heißt im kirchlichen Traditionszusammenhang, der keine inhaltlich-wesentlichen Änderungen zulässt sondern nur periphere (liturgisch ausschmückende Teilaspekte) und so zur Identität der von Jesus gestifteten Kirche beiträgt. Die Kirche findet ihre bleibende Norm in dieser apostolischen Grundverfassung. Besonders ausdrücklich wird das, wenn es um die Sakramente und um das richtige Kirchenverständnis geht.

 

IX) Die Zeit der allgemeinen (göttlichen) Offenbarung endet mit dem Tod des letzten (Erst-) Apostels:

Wenn die Heilsoffenbarung des Neuen Testamentes mit der sogen. „apostolischen Zeit“ (Tod des letzten Apostels, also ungefähr plus/minus um das Jahr 100) substantiell abgeschlossen ist, wie die Kirche lehrt, dann gehören manche frühchristliche Ordnungen (das, was die Apostel in jener Zeit getan und entschieden hatten), zum normativen Glaubensgut der Kirche dazu. Das will heißen, dass das damalige Verhalten und manche Entscheidungen der Apostel – geklärt durch das spätere Lehramt der Kirche – uns den grundsätzlich nicht veränderbaren (Stiftungs-) Willen Jesu für unseren übernatürlichen Glauben zugänglich machen, auch in der Fragen des geistlichen Amtes.

Das bis dahin einzig vom kirchlichen Glauben getragene Selbstverständnis der Kirche wurde überraschend bestätigt und für alle verständlich erst gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts durch die archäologischen Entdeckungen mancher alten Kirchenordnungen. (z.B. die „Didache“ (Lehre der zwölf Apostel)aus der Zeit zwischen 97 bis 120 oder die theologischen Schriften des großen Theologen, des Hl. Hippolyt, der der Diözesanpatron unserer Diözese St. Pölten ist.

Frühchristlicher „Personalstand“:
Die Heilige Schrift kennt z.B. mehrere bekannte und auch einige weniger bekannte Mitarbeiter (Apostelschüler) in den Reihen der Apostel: Titus, Timotheus aber auch Silvanus und Epaphras. Apostelschüler waren auch die Evangelisten Markus und Lukas, aber auch noch (nach dem Jahr ca. 120) Ignatius von Antiochien, Papias von Hierapolis und Polykarp von Smyrna. Von ihnen weiß man, von welchem Apostel (meistens dem Apostel Johannes)  sie zur Mitarbeit erwählt und später zum Priester/Bischof geweiht wurden.

 

X ) Männer und Frauen als (freiwillige) Helfer im Missionswerk des Apostel Paulus; zum Unterschied: die apostolisch bestellten Mitarbeiter.

Die apostolischen Briefe des Neuen Testaments kennen darüber hinaus aber auch viele andere (freiwillige) Helferinnen und Helfer, Männer und Frauen im Missionswerk der Apostel (vgl. die Grußlisten am Ende der Apostel- Briefe, besonders Rom 16,1 ff). Jedoch wird unter ihnen über keine Frau ausgesagt, was z.B. der Apostel Paulus über Epaphras sagt: „ …. unser geliebter Mitarbeiter,… er ist an unserer Stelle (!) ein treuer Diener Christi„ (Kol 1,7). Im 1.Petrusbrief heißt es hinwieder, dass Petrus den Brief „durch den Bruder Silvanus geschrieben habe“ (1.Petr. 5,12).
Mit einer solchen apostolischen Autorität ist damals – nach den Aussagen der Heiligen Schrift (!) – keine Frau ausgerüstet gewesen; nur von Männern, konkret von Timotheus, wurde gekündet, dass ihm (bzw. später anderen Männern, vgl. 1.Clemensbrief n.42) „der Apostel“ (2 Tim 1,6) die Hände aufgelegt hat – bzw. in einem anderen Zusammenhang – „die Presbyter die Hände bei der Weihehandlung aufgelegt haben, gemeinsam (mit dem Apostel?) „aufgrund von prophetischen Worten“ (1.Tim 4,14). Während von Titus hinwiederum gesagt wurde, dass ihm der Apostel aufgetragen habe „sein Werk“, (dh. das Werk des Apostels Paulus) in Kreta zu Ende zu führen, indem er in den einzelnen Städten der Insel an der Stelle des Apostels Paulus Presbyter einsetzen soll.“ (Titus 1,5).

Bei all diesen Fragen der Ordination, der Priesterweihe, in der apostolischen Zeit und später in der frühen Kirche, muss man aber stets auf Z w e i e r l e i Bedacht nehmen (zeitgeschichtliche Verständnishilfe):

1 – dass nämlich die „Bestellung der Presbyter“ damals nicht nach unserem heutigen (mehr soziologischem) Vor-Verständnis als eine isolierte Angelegenheit gesehen wurde, „damit es halt ‚Priester’ in der Amtskirche“ gibt, die im Sinne von gesellschaftlicher Stellung in der Kirche, um Macht ausüben zu können“ und dies mit dem Unterton, dass sich die „Männer“ diese „Macht“ eigensüchtig und unlegitimiert vorbehalten, um „die Frauen“ davon ausschließen zu können. Eigentlich aber hätten sie als gläubige Kirchenmitglieder auch ein „Recht“ auf dieses „Amt“, so wie die getauften Männer.
In der frühchristlichen Zeit jedoch verstand man im christlich- kirchlichen Bereich in der religiösen Umgangssprache unter presbyter die Leiter der juden-christlichen Gemeinden und später auch die Leiter (episkopoi) bzw. ihre Mitarbeiter im Leitungsdienst, (das Presbyterkollegium und die diakonie  der heiden-christlichen Gemeinden. Alle diese Gemeinden wurden anfangs von einem Apostel oder dessen Beauftragten gegründet.

2 – Priesteralttestamentlichen‘, hebr.: kohén: unter diesem Wort verstand man in frühchristlicher Zeit in erster Linie nur die alttestamentlichen Opfer-Priester, die im Tempel zu Jerusalem für das Schlachten (schächten) der Opfertiere zuständig waren; wenn sie aber alt und gebrechlich waren, machten dies für die alten Opfer-Priester ihre Helfer; jedoch: den anschließenden Bundesschließungs-Ritus der Besprengung mit dem Blut (der geopferten Tiere) vollzogen immer die (wenn auch gebrechlichen) Opferpriester selbst! (dh. die Besprengung der Schriftrolle, des Altares (mit dem Brandopfer der geschächteten Opfertiere) und die Besprengung der – am Opfer anwesendenTeilnehmer).

 

XI)Die historische Wirklichkeit jedoch ist/war anders, als wir Heutigen soziologisch denken:

Priesterweihe, Ordination von Presbytern und Diakonen, gab es in den frühchristlichen Gemeinden der Kirche letztlich nur, damit das Amt und die Geistgaben der Apostel erhalten bleiben und missionarisch weitergeführt werden. Der auferstandene Jesus hat sie seiner Kirche erlitten und  geschenkt, damit sie  „für alle zum ewigen Heil berufenen Jünger“ in den apostolisch  gegründeten Gemeinden fruchtbar werden.
Das wird schon in der apostolischen Zeit deutlich. Den Aposteln – besonders jenem von ihnen, der der Leiter der ersten Jünger-Gemeinde in Jerusalem war (zuerst Petrus, dann Jakobus) – blieb nämlich durch diverse pastorale Verpflichtungen und durch das Schlichten von Spannungen beim Sorgen für die Gemeindewitwen (Apg 6,2 b ff) auch damals schon oft nicht genug Zeit und Aufmerksamkeitskraft übrig für ihre ureigenen persönlichen Aufgaben als Apostel, nämlich jene Aufgaben, die aus ihrer apostolischen Berufung durch den Auferstandenen kamen, zu der sie der Herr selbst rief. Durch die Weihe von Diakonen als pastoral-caritativen Gemeindehelfern bzw. von Diakonen mit Bekehrungsarbeit und Predigt (vgl. Diakon Philippus), „verschafften“ sie sich genug Zeit und Kraft, um sich ihrer Hauptaufgabe widmen zu können, nämlich „beim Gebet und beim Dienst am Wort zu bleiben“.(vgl.Apg.6,7b.ff) Bezeichnender Weise heißt es gleich anschließend an die Diakonenweihe im fortlaufenden Text der Apostelgeschichte (nach der Bestellung der Sieben, d.h. der Diakone) „..und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger wurde größer..“ (Apg 6,7)

Bedeutung des Worte ‚Apostel‘ im alten Judentum
Jesus selbst hat das apostolische Amt betend vorbereitet („er betete die ganze Nacht und dann bestimmte er aus der Jüngerschar jene Mitglieder für den „Zwölferkreis“, die er um sich haben wollte und die er dann zum Predigen aussenden wollte, und damit sie mit seiner Vollmacht die Dämonen austrieben“ (Mk 3,14) (siehe auch Mt 10,1-4) Und „sie nannte Er .Apostel.“. (Lk,6,1216) Dieses Wort (griech.: apostolos, hebr: schaluach, war schon in der profanen jüdischen Verwaltungs- bzw. Geschäftssprache bekannt und heißt so viel wie: der zeichnungsberechtigte Stellvertreter des Chefs, kurz: Prokurist)

Er machte sie – auch geistmäßig – zu seinen Stellvertretern
Zu diesen vorösterlichen und mit Gebet gegründeten „Zwölferkreis“ der Apostel kam Jesus, der Herr, am Ostersonntag-Abend in den Abendmahlsaal; „ er trat in ihre Mitte, die er als seine bevollmächtigten Stellvertreter (Apostel) genannt haben wollte und machte sie jetzt auch geistmächtig zu seinen Stellvertretern. „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch! Dann hauchte er sie an und sagte. „Empfanget den Heiligen Geist!“ (Joh20,21‘)

Durch die menschliche Gemeinschaft der Apostel („die von Gott vorherbestimmten Zeugen; Apg10,41) wird die Menschwerdung des Gottessohnes und sein Erlöserwirken „gleichsam kollegial“ ausgeweitet. Ab nun wird der Herr nach dieser Begegnung und Anhauchung in diesem „Kollegium“ bleibend in der Welt gegenwärtig sein, genauso, wie er in seinem persönlichen menschlichen Leib, den er innerhalb von neun Monaten von seiner jungfräulichen Mutter unter „Überschattung durch den Heiligen Geist“ annahm, als Gottessohn gegenwärtig ist.

So ist der Gekreuzigte und Auferstandene auch in dem gewandelten Brot (und Wein) leibhaft gegenwärtig, das die priesterlichen Mitglieder des geisterfüllten Kollegium in der Feier der Hl. Eucharistie bei der „Wandlung“ „in persona Christi“ zu sich dazu nehmen.
Presbyter- und Diakonenweihe geschah/geschieht dadurch, dass der/die Apostel die erwählten oder durch ein Prophetenwort bezeichneten Kandidaten durch Handauflegung zu ihrem – schon von Anfang an geisterfüllten – Kreis, (Kollegium) dazu nehmen. (du gehörst jetzt zu unsrem Kreis, Kollegium dazu auch mit allen jenen „Ausrüstungen“ (geisterfüllten Vollmachten), die vorher wir von Jesus anvertraut bekommen haben!).
So sollte diese erste Generation von Apostelmitarbeitern (die sogen. „Apostelschüler“), die die Apostel durch Handauflegung in ihr – durch den Herrn selbst geisterfüllte – Kollegium dazu nahmen, das Werk der Apostel weiter führen. Zu dieser ihrer Aufgabe sollen sie sinnvollerweise genauso ausgerüstet sein, wie Jesus selbst die Erst-Apostel ausgerüstet haben wollte. Deswegen nehmen die Apostel die Apostelschüler durch Handauflegung „einfach“ zu ihrem von Jesus mit seinem Heiligen Geist erfüllten „Kreis“ dazu.

Nicht wenn irgendjemand den Gestus der Handauflegung bei einer anderen Person macht, ist dieser/diese schon ein „Geistlicher“, (mundartlicher Ausdruck für einen geweihten Priester, Diakon, will sagen: Ausdruck für das Mitglied einer „fraternitas sacramentalis“ (sakramentale Bruderschaft, dh. presbyterium) des Bischofs einer Diözese. Das kann nämlich jemand nur vollziehen, wenn er von einem Apostel oder von einem Apostelnachfolger dazu bestellt ist, Nur ein solcher kann/darf jemanden (nämlich einen Diakon, der zum Priester berufen und auch vorbereitet ist), zum geisterfüllten Kollegium dazu nehmen. Erst dann gehört dieser Neomyst (Neu-Eingeweihter) zum geisterfüllten Kollegium geistmächtig dazu!

 

XII) Die Handauflegung eines Bischofs ist nicht ein mechanisches oder magisches Geschehen, sondern Hineinnahme in die geisterfüllte Beziehung der Apostel zum auferstandenen Jesus.

Der Ritus der Handauflegung eines Bischofs ist nicht etwas Unpersönliches oder Magisches, bei dem es gleichgültig wäre, wer der Spender und wer der Empfänger ist (eventuell je nach der geistesgeschichtlichen Entwicklung auch eine Frau?), sondern Handauflegung bedeutet den Anschluss der nachapostolischen Kirche an die personale Zeugenschaft des – vom auferstandenen Herrn persönlich mit seinem Geist erfüllten – Zwölferkreises der Apostel. Diese Aufnahme durch Handauflegung in das Kollegium garantiert jedes Mal die Kontinuität mit dem apostolischen! Ursprung!
Dieser apostolische Ursprung
ist durch den – mit göttlicher Autorität von den Toten auferstandenen – Jesus nie ohne jenem Heiligen Geist gewesen, mit dem der – in der Mitte des Apostelkreises befindliche – Auferstandene sie am späten Ostersonntag im Abendmahls-saal angehaucht hat; sich gleichsam in das Kollegium persönlich „verströmt“ hat. Es ist ab jetzt bleibend der Träger der ganzen neutestamentlichen Heilswirklichkeit des Erlösers.

XIII) Die Apostel sollen nicht durch die vielen andrängenden Aufgaben vom „Gebet und vom Dienst am Wort“ und vom Leitungsdienst für die ganze (!) Kirche abgedrängt werden

Erster Anlass für die Bestellung von Diakonen (unterste Stufe der Anteilhabe am geistlichen Amt der Apostel) war – wie vorhin gesagt – dass die Apostel durch die andrängenden Aufgaben, z.B. für eine einzelne Schlichtungs-Problematik innergemeindlicher Zänkereien allzu viel Zeit und Aufmerksamkeit aufwenden mussten, (vgl. Apg 6,2.4). Später kamen noch andere Aufgaben den Aposteln dazu, vor allem die großen Entfernungen zu den von ihnen gegründeten Gemeinden. Weil sie zu weit weg waren, sandte der/die Apostel Stellvertreter dorthin, die für ihn/sie entscheiden sollten (Presbyterweihen) (vgl. Tit 1,5).

Wenn man das Verständnis des „priesterlichen“, dh. presbyteralen Amtes in diesem apostolischen bzw. missionarischen Zusammenhang sieht, dann könnte jedem – mit der ganzen katholischen Kirche mit-glaubenden – Menschen deutlich werden, dass es kein anderes „geistliches“ Amt in der Kirche gibt, als jenes, das die Apostel als (Mit-) Glieder des Apostelkollegiums von Jesus selbst erhalten haben und das sie in der ersten Generation schon ihren Mithelfern anvertraut haben . (Volle Teilhabe: Episkopen; abgestufte Teilhabe: Presbytergemeinschaft sowie die Diakone als ihre Mitarbeiter).
Das richtige Verständnis des Priester – will sagen – Presbyter-Amtes, das von den geisterfüllten Anfängen an immer nur an Männer weitergegeben wurde, – das ist – bis heute – letztlich eine Glaubensangelegenheit sowohl für katholische Männer als auch für katholische Frauen.

Fruchtbare Zusammenarbeit von Männern und Frauen im frühkirchlichen Missionswerk der Apostel
Der Verfasser ist überzeugt, dass es zusätzlich oder neben dem vorhin mit starken Begründungen dargelegten geisterfüllten Amt in der Kirche im pastoralen Zusammenhang die verschiedensten Formen des Dienstes, der Mithilfe und der Zusammenarbeit von Frauen und Männern mit den geweihten Hirten gibt und geben soll.
Diese Zusammenarbeit ist nicht grundsätzlich psychologische „Teamwork-Technik“ sondern in dieser Zusammenarbeit werden die Geistgaben des Apostelkollegium weiter gegeben. Dabei sind ganz besonders die Charismen von Frauen (aber auch von Männern) gefragt. (vgl. das Wort von Hl. Papst Johannes Paul II im Jahr 1999 bei der Bestellung der Schutz-patroninnen Europas aus dem zweiten Jahrtausend). Dabei sprach er vom „fraulichen Antlitz der Heiligkeit“ „das für die kirchliche Gemeinschaft so wertvoll und belebend sein kann.“

Gerade heute kann durch gelungene Zusammenarbeit vieles für den fruchtbaren A u s b a u der kirchlichen Gemeinschaft als des Leibe Christi getan werden, wenn (!) man wahrhaben kann, dass die Weiterführung des „ A u f b a u e s “ der schon gestifteten Kirche als des Leibes Christi, den Nachfolgern der Apostel (dh. dem Welt-Bischofskollegium „cum et sub Petro“, dh. mit und unter der obersten, letztverantwortlichen Leitung Petri und dessen Nachfolger, des Papstes) anvertraut ist. Die ersten – von den Aposteln oder ihren Mitarbeitern gegründeten – Gemeinden waren nicht private Freundeskreise, sondern jede einzelne Ortskirche verwirklicht vom ersten Bestehen ihrer Gründung an im örtlichen Gemeindeleben die eine katholische Weltkirche.

Denn diesen Ortskirchen ist es- als durch einen Apostel- (-mitarbeiter) im Heiligen Geist gegründete – Gemeinden (Ortskirchen, Diözesen) gegeben, in ihrem örtlichen Leben die Gläubigen, d.h. die „Heiligen, für die Erfüllung ihres Dienstes auszurüsten für den A u f b a u des Leibes Christi, (der ganzen Kirche)“ (vgl. Eph 4,11-16 ff).

XIV) Die konkrete Form der sicheren Weitergabe des vom Herrn den Aposteln anvertrauten Heiligen Geistes ist nicht eine geschlechterspezifische Einengung

Wenn die Apostel damals judenchristliche und heidenchristliche Männer ausgewählt haben (und keine Frauen), um ihnen die Hände aufzulegen und sie so zum von Jesus gegründeten geisterfüllten Zwölferkollegium dazu genommen haben, dann ging es damals nicht vorrangig um eine geschlechterspezifische Einengung auf Männer, sondern zuallererst um die konkrete Form, w i e die Weitergabe des von Jesus den Aposteln anvertrauten Heiligen Geistes geschieht. Sie, die Apostel, waren Männer. Darum macht man es in der nächsten Generation bei der Bestellung der Apostelschüler und dann der Episkopen so, wie es durch Jesus bei den Aposteln selbst geschah, indem man ebenfalls wieder Männer zum vorhandenen geisterfüllten Kollegium (das aus Männern besteht) dazu nimmt, damit auch sie für die nächste Generation diese Jesusgabe sicher empfangen, die für die ganze Kirche so wichtig ist, weil er, der Heilige Geist, die Kirche im Sinne Jesu zusammenhält.

XV) „Die Kirche sieht sich heute nicht ermächtigt….

„Die Kirche sieht sich heute nicht ermächtigt“ Hl. Papst Johannes Paul II (Anm. d. Verfassers: auch nicht aus Respekt vor der zeitgenössischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entfaltung des fraulichen Wesens, so könnte man sagen) „Frauen zum Apostelkollegium der Bischöfe dazu zu nehmen in den verschiedenen Abstufungen (Diakone, Priestergemein-schaft, Bischofskollegium der Weltkirche.

Die Dogmatische Konstitution über das Geheimnis der Kirche „Lumen gentium“ macht aufmerksam, dass man die konstitutiven Elemente der Kirche nicht eigenmächtig ändern kann. Die Hirten sind an die in der Kirche gegenwärtigen Apostel gebunden (vgl.: LG n.22, Absatz 2, zweite Hälfte).

„Die Ordnung der Bischöfe aber, die dem Kollegium der Apostel im Lehr- und Hirtenamt nachfolgt, ja, in welcher die Körperschaft der Apostel immerfort weiter besteht, (Anm.: Unterstreichung, Schräg- und Fettdruck vom Verfasser) ist gemeinsam mit ihrem Haupt, dem Bischof von Rom, und niemals ohne dieses Haupt, gleichfalls Träger der höchsten und vollen Gewalt über die ganze Kirche“; Untergeordnet gilt das Gleiche bei den diözesanen Priesterkollegien, „Presbyterien“ und auf andere Weise bei den Diakonen: sie alle sind – in den letzten 2000 Jahren s i c h e r – Träger des von Jesus kommenden Heiligen Geistes für die Kirche geworden.
Mit der Handauflegung bei Frauen – so meinen manche – würden auch sie, so wie die Männer in den vergangenen 2000 Jahren, unter Berufung auf den – heute besser (!?) erkannten – Willen Jesu Christi auf einmal das Amt und die Geistgaben der Apostel empfangen und die Sakramente der Kirche weitergeben können. Aber: wie sakramententheologisch sicher ist das Ergebnis dieser Änderung? Wie s i c h e r gültig sind die dann vollzogenen Sakramente, die sie der Kirche geben. Im übernächsten Abschnitt wird darüber die Rede sein.

XVI) Es ist heilsgeschichtlich n i c h t sicher , dass man rein positivistisch – im Extremfall etwa alle Jahrhunderte (?) – je neu ausmachen könnte, wie die sakramentale, von Jesus gegebene Struktur der Weitergabe des geisterfüllten Amtes, „sicher“ durchgeführt werden kann.

Durch 2000 Jahre hat man untrüglich in der bisherigen Ordnung alle apostolischen Gnadengaben weitergeben können. Kann man jetzt (mittels Frauenordination) unter Absehung von jeder unwiderruflichen Entwicklung der Heilsgeschichte, der Sakramenten-theologie und der Anthropologie der Geschlechter rein positivistisch je neu ausmachen, wie die sakramentale Struktur der Kirche und des kirchlichen Amtes den veränderten gesellschaftlichen Plausibilitäten angepasst werden könne? Es könnte sich nämlich, bei aller persönlichen Berufung auf den Heiligen Geist, vielleicht doch ein anderer Geist einschleichen, der von einer ganz bestimmten Zeitströmung geprägt ist oder von dem „Geist“, der den zuletzt gelesenen theologischen Werken entspricht, der aber letztlich doch der „eigene Geist“ mancher wortmächtigen Herren oder Damen ist; falls nicht noch anderes dahinter steckt.

Der mit der Geisthauchung des Auferstandenen am Oster-Sonntagabend dem eingeschüchterten Apostelkollegium anvertraute Geist Christi: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ „Nachdem er das gesagt hatte, haucht er sie an und sprach zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist. Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben“ vgl.: Joh 20, 21-23a) wurde am Ostersonntag Abend den Frauen nicht mitgeteilt.

Eine solche Aussage gab es auch in der zweiten und dritten Generation der entstehenden Kirche bezüglich der Frauen nicht. (es ist dies die relevante Zeit der göttlichen Offenbarung) und somit konnte dieser Sachverhalt der „geistlichen Ausrüstung“ der Apostel m i t dem Amt der zwölf Stammväter des neuen Gottesvolkes und f ü r dieses Amt mit allen Gnadengaben – durch die letzten 2000 Jahre Kirchengeschichte auch nicht sicher an Frauen weitergegeben werden.

Schon im Alten Testament beschrieb der Weisheitslehrer das Wirken des Geistes Gottes. Vom Geiste Gottes sagt das „Buch der Weisheit“, dass der Geist Gottesden ganzen Erdkreis (erfüllt); er, der alles zusammenhält, (er) kennt jeden Laut“ vgl. Weish 1,7 a,b); er weiß auch, welche „Anweisungen“ (Apg 1,2b) der Auferstandene-bis zu seiner Aufnahme in den Himmel – den Aposteln „beim gemeinsamen Mahl“ (Apg.1,4) gegeben hat.
Manches davon legt das Lehramt nach langem Gebet, Befragung/Beratung und in apostolischer Autorität für die ganze Kirche auch verbindlich fest.

XVII) Der Auferstandene gab – durch den Heiligen Geist – den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen.

Es war vor seiner Aufnahme (in den Himmel) da „hat Er durch den Heiligen Geist den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er (Anmerkung des Verfassers: unwiderruflich, dh. von Gottes Herrlichkeit her) lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen. (Apg 1, 2b – 3)

Als letzte Weisung (am 40.Tag nach seiner Auferstehung: vor Christi Himmelfahrt) gebot ihnen Jesus beim gemeinsamen Mahl: „Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt (Anm.: nach meiner Anhauchung mit meinem Geist bei unserer ersten Begegnung am Ostersonntagabend; (vgl. PDV n.14: „kraft der besonderen österlichen Ausgießung des Heiligen Geistes“). Ihr „…werdet schon in wenigen Tagen die Kraft des Heiligen Geistes empfangen (will sagen „charismatisch“ getauft werden.“ (Apg 1,4-5). Das heißt, ihr werdet durch den „Heiligen Geist vom Vater“ die Bestätigung bekommen, dass ich, der Mensch gewordene Gott(-essohn) euch „meinen Heiligen Geist“ vor vierzig Tagen, am Ostersonntag am Abend durch Hauchung anvertraut habe. „..Ihr werdet meine Zeugen sein von hier bis an die Grenzen der Erde“ (Apg 1,8b). Die Sendung der Apostel erstreckt sich auf die ganze Welt. Die Stadien, die hier angegeben werden, skizzieren auch grob den Aufriss der Apostelgeschichte.

Dieser Geist wurde den (zwölf) Aposteln gegeben (vgl.:Apg 1,15-26), dass sie als die zwölf Stammväter des neuen Gottesvolkes dieses – durch Gründung von christlichen Gemeinden – mehren und als Kirche Jesu Christi aufbauen sollten. Damit die Kirche ihre sakramentale und apostolische Identität bewahrt, ist es notwendig, diese „normativen Anfänge“ im Laufe der (Kirchen-) Geschichte immer wieder (durch die Achtsamkeit auf die „apostolische Überlieferung“), in der Leitung der Kirche gegenwärtig zu halten und sie nicht durch eigene positivistische Setzungen zu ändern.
Das hat aber auch zur Folge, dass die Mitglieder der Kirche im Glaubensgehorsam es einfach respektieren, dass die sakramentale Priesterweihe Männern vorbehalten geblieben war und die Kirche sich nicht bevollmächtigt sieht, daran etwas zu ändern (vgl. die Vorbemerkung zu diesem Artikel).

XVIII) Es gibt kein anderes „geistliches“ Amt in der Kirche, als jenes, das die Apostel als (Mit-) Glieder des Apostelkollegiums von Jesus selbst erhalten haben

Diese Frage nach der unveränderten Weitergabe der Apostelgnade ist w i c h t i g !
Nur „der Geist Jesu, den er, der Messias, in seiner Todesstunde am Kreuz „in die Hände seines Vaters übergab“ und mit dem Jesus drei Tage danach als Auferstandener „in die Mitte der Apostel tretend“ sie – dieses sein Apostelkollegium – anhauchte, „durchströmte“. Nur dieser göttliche Geist (dritte göttliche Person) hat solch eine autoritätsvoll göttliche Würde, dass er den Unheils-Zusammenhang der Sünde in der Welt siegreich überwinden kann. (heilsgeschichtlich vorläufig „nur“ im Leben der zum Heil berufenen Jünger und vorläufig „nur“ mit Auswirkungen in ihrem sie umgebendem Lebensbereich und „öffentlich“ durch die Mitwirkung in der apostolischen Kirche. Sie ist aber der Anfang der Umgestaltung dieser Welt in das endgültige Reich Gotters (2. Vat. Konzil „Lumen gentium“)). Mit dem „Katechismus der Katholischen Kirche“ (KKK nn.397-420) gesprochen: die Ursünde der Stammeltern ist in der Form der Erbsünde auf alle ihre einzelnen Nachkommen übergegangen). Diesem seinem Apostelkollegium gab er am 40. Tag nach seiner Auferstehung als letzte Weisung, dass sie nur wenige Tage „in Jerusalem noch warten sollten, um seine Geistgaben, die vom Vater kommen“ zu empfangen.“Lk 24,49: „.“Ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet!“ „Schon in wenigen Tagen werdet ihr mit dem Heiligen Geist getauft“ (Apg 1,5b)
Zu einer gültigen Ordination von Frauen gehört – außer der Meinung einiger „moderner“ Zeitgenossen – auch die Bestätigung des Vaters dazu, „die Verheißung des Vaters, wie ich euch gesagt habe“. Aber auch von dieser Bestätigung durch den Vater wurde nichts verkündet in Schrift und Tradition.

XIX) Durch die Apostel (-nachfolger) werden der späteren Kirche die „alternativlos geist-erfüllten Anfänge“ sicher  weitergegeben.

Bei der Bischofs- Priester- und Diakonen-Weihe steht dabei eigentlich gar nicht die Frage des „Mann- oder Frauseins„ (vgl. Gal 3,28 b) im Vordergrund, sondern vielmehr die Frage, ob die geordnete Weitergabe jener alternativlos geisterfüllten Anfänge gesichert ist.  Denn der Messias hat durch die Auswahl und die Stiftung der Zwölf (Apostel) als der Stammväter des neuen Gottesvolkes – wie vorhin erwähnt – der Messias-Gemeinde, dh., der Kirche (hebr.: quahal: die von Gott zusammengerufene Gemeinde Gottes), eine ganz bestimmte Form der Weitergabe der heiligen Anfänge vorgesehen: es sind nicht zwölf Stamm-M ü t t e r, sondern die 12 Stamm-v ä t e r des alten  Gottesvolkes Israel.

XX) Das Leitbild für die 12 Apostel: die 12 Stamm-v ä t e r des neuen Gottesvolkes

Die entscheidende Frage,: ob die unverminderte Heilsgabe der Erlösung des Herrn Jesus Christus in der heutigen Welt gegenwärtig ist oder nicht; und zwar in dem mit den Aposteln verbundenen Welt-Bischofskollegium der katholischen oder griechisch- katholischen aber auch mit der orthodoxen Kirche, das ist die Frage!
Denn der Auferstandene hat sich als österliche Gabe am Ostersonntag-Abend in den Zwölferkreis der Apostel durch Hauchung seines Geistes hinein verströmt. Als Auferstandener, der bei verschlossenen Türen (!) bei den Aposteln sich gegenwärtig gezeigt hat (sehen hat lassen), „haucht“ nicht seine innerste Luft, wie wir es als noch nicht auferstandene Menschen nur tun könnten, sondern ER, Jesus Christus, der Auferstandene, haucht, übergibt sein innerstes Wesen, d.h. sich selbst, dem Kollegium der Apostel und „macht“ sie so geistmächtig zu seinen Stellvertretern.

Als letzte Weisung hat Jesus den Aposteln am 40. Tag nach seiner Auferstehung den Auftrag gegeben, noch einige Tage in Jerusalem zu warten, um „die Verheißung des Vaters“: den „Geist vom Vater her“ zu erhalten. Diese Gabe vom Vater wird ihnen bestätigen, dass Jesu Werk als Messias auf Erden nun vollendet sein wird und sie ab nun mit der (charismatischen) Geist-Hilfe des Vaters durch Jesus alle Menschen, die ihrer Verkündigung zuhören und Glauben zu schenken bereit sind, zur Glaubensbekehrung und zur Taufe auf den Namen Jesu „zur Vergebung der Sünden“ führen werden.
Beim Anfang des messianischen Wirkens Jesu war es ähnlich: bei seiner Taufe im Jordan hat der himmlische Vater durch den Heiligen Geist bestätigt, dass „dies mein vielgeliebter Sohn ist, auf dessen (Messias Wirken und sein Messias-) Wort ihr hören sollt“

XXI) Das s i c h t b a r e (sakramentale) Zeichen    für den verlässlichen Zusammenhang zwischen dem Wirken der Apostel und ihrer Nachfolger und dem Wirken der  u n s i c h t b a r e n  G n a d e ist die durch die Geschichte  n i c h t   u n t e r b r o c h e n e  b i s c h ö f l i c h e  H a n d a u f l e g u n g  auf je neue Kandidaten..

…für das Welt-Bischofskollegium durch gültig geweihte Bischöfe dh. die namens des ganzen Bischofskollegium, d.h. n i c h t   o h n e  dem Petrusnachfolger handeln können, und genau genommen sind es – außer in extremen Notfällen von Verfolgung -immer drei  Bischöfe, die den Kandidaten für das Welt-Bischofskollegium  durch Handauflegung dazu nehmen.

XXII) Die Apostelnachfolger haben V e r – h e i ß u n g e n für all die „Vielen“ erlösungs-bedürftigen Menschen,

die noch kommen werden, um der Verkündigung der Apostel und später ihrer schriftlichen Predigt, so wie sie in der Heiligen Schrift  (des Alten und) des Neuen Testaments erhalten bzw. enthalten ist und von ihren Nachfolgern ausgelegt wird, den heilsstiftenden Glauben künden werden („wer euch hört, der hört mich“). So können sich heilsbedürftige Menschen zu Jesus Christus bekehren. Und zwar in der Form, dass sie Ihn selbst (den gekreuzigten und auferstandenen Messias) Jesus Christus im Heiligen Geist in ihr Herz aufnehmen, und ihnen, den jeweiligen Apostelnachfolgern, den Glaubensgehorsam schenken. Dieser wird sie dann in apostolischer Vollmacht – mitten im Unheils durch das Sakrament der Taufe – Zusammenhang der Erbsünde dieser Welt – durch das Sakrament der Taufe in den Heilszusammenhang mit Gott hineinnehmen und sie unwiderruflich zu Kindern Gottes wandeln, besiegeln, (unauslöschliches Merkmal) , weil sie unwiderruflich durch das Sakrament der Taufe zu seinem Gnadenwirken dazu genommen und dadurch Glieder der apostolischen Kirche geworden sind.

Durch die Taufe (und das der Firmung) diese zwei von den drei Sakramenten der Initiation (der Glaubenseinführung) werden den Glaubenden die Sünden vergeben und werden sie zur apostolischen Kirche hinzugenommen als gesegnete Söhne und Töchter Gottes, abgewaschen durch das Taufwasser vom Unheils Zusammenhang der Erbsünde. Das Sakrament der Firmung „besiegelt sie (unwiderruflich) mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist“ und gibt ihnen die Vollmacht, den Heiligen Geist (der Kirchengemeinschaft weiterzugeben sowie das geistliche „Anrecht“ auf viele weiteren Gnadengaben.
Und sollten die Söhne/Töchter Gottes einmal – aus unserer menschlichen Hinfälligkeit heraus – jene Tauf-„communio“ aus eigener Schuld (!) verloren haben ,dann wird der reuevolle Empfang des Sakramentes der Versöhnung diese verlorene Communio mit Gott und der kirchlichen Gemeinschaft (lat.: Communio) wieder herstellen, und sie wieder zur ganzen Mitfeier der Heiligsten Eucharistie disponieren sowie zum Empfang der eucharistischen Communio(-n), mit der die – in der Beichte – wieder erlangte Tauf-Communio besiegelt wird. So baut sich die Kirche, die Stiftung Jesu, als der Leib Christi durch die „lebendigen Bausteine“ (1.Petr 2,5; Rom 12,1-2) auf, die sich geheiligt haben „um durch Jesus Christus (Anm: mit ihrer Lebensführung) geistige Opfer dar zu bringen, die Gott wohlgefällig sind“ (ebd.).

XXIII) Bei der Mit-Feier der Hl. Messe, d.h. bei der Eucharistiefeier der Gemeinde, „werden die Gläubigen“ immer mehr mit Jesus Christus und mit seinen ‚gültig‘ bestellten Hirten „eins“, …

…das heißt, mit dem/den (Bischöfen) bzw. mit den Apostelmitarbeitern (Mitglieder der bischöflichen Priestergemeinschaften) insofern sich die Gläubigen durch die Mitfeier der Hl. Messe und durch den Empfang der „Kommunion des Leibes und Blutes Christi“ zur „Herde“ ihrer geistlichen Hirten dazugehörig bekennen. Es geschieht dies z.B. bei der – Gabenbereitung, bei der sich die Gläubigen mit ihrer Entscheidung zu einer christlichen Lebensgestaltung oder mit der Erneuerung dieser Entscheidung dem Vater im Himmel weihen und das „aufopfern“, d.h. zu den Opfergaben von Brot und Wein dazu geben, oder bei der — – Wandlung, bei der Brot und Wein geistmächtig vom geweihten Priester zum Leib und Blut des gemarterten und auferstandenen Erlöser „gewandelt“ werden. Alle sichtbaren und unsichtbaren Opfergaben, die die Gläubigen zur Gabe von Brot und Wein dazugegeben haben, erhalten diese durch die Wandlung von Brot und Wein in den eucharistischen Leib und in das eucharistische Blut des Herrn an der geheimnisvollen Gegenwart des Herrn Anteil in ihrem Leben, in ihrer Lebensführung. Oder beim – Kommunionempfang, bei dem sich uns unter dem alltäglichen, schlichten Zeichen der realen Welt (Brot, Wein) Jesus, der gekreuzigte und auferstandene Messias, beim eucharistischen Empfang in vermittelter Unmittelbarkeit gegenwärtig schenkt und unsere Verwundungen des Lebens mit den verklärten Wunden seines Leibes bereit ist zu heilen.

XXIV) Zusammenfassung:

Wer bis jetzt die Ausführungen des Verfassers über die sichere Weitergabe jener hoheitlichen Heilsvollmacht ermessen kann, die der auferstandene Herr dem Apostelkollegium am Oster-sonntag im Abendmahlssaal durch seine Anhauchung anvertraut hat, der wird auch in Folge dessen die heilsmächtige Würde anzuerkennen befähigt sein, die in Einheit mit dem Papst als dem Petrusnachfolger dem heutigen Welt-Bischofskollegium, und mit den, (jedem einzelnen Bischof zugehörige) Priestergemeinschaften (Presbyterien) zu eigen ist.

Als Folge davon wird man auch einem schlichten Landpfarrer (als Mitglied eines solchen einen Presbyteriums seines Bischofs in seiner Diözese) zubilligen, dass er Anteil am Ostersieg Christi in der eucharistischen „Kommunion“ sicher weitergeben kann, wenn er (zweitausend Jahre später) die Hl. Messe feiert, aber auch zur Weitergabe der Vergebung der Sünden, wenn er von seinem Bischof rechtmäßig bevollmächtigt das Sakrament der Versöhnung spendet.

XXV) keine falschen Experimente mit der Geistgabe Jesu, der kirchlichen Einheit, die vom auferstandenen Jesus kommt!

Wer immer es ist, der mit der Kirche gläubig mit lebt, der wird nicht gerne unsichere „Experimente“ mit der sicheren Weitergabe der Geistgabe Jesu machen wollen und so die sichere Weitergabe des Ostersieges des Messias ab Ostersonntag Abend (Hauchung des Gottesgeistes) unbedacht in Frage stellen wollen.

Denn seit jenem ersten christlichen Ostern konnte man durch alle bisherigen Generationen (lat. tute, vgl. die Ausführungen über Tutiorismus im Vorwort) lehren, dass durch die Weihe von Männern (Apostelschülern) die Geistgabe so sicher weitergegeben wurde, wie sie die Apostel zu ihrer Zeit durch die persönliche Hauchung Jesu, des Auferstandenen, sicher empfangen hatten.
Diese zweitausendjährige Sicherheit der Weitergabe der alternativlosen Heilsgabe Jesu jedoch dann in e i n e r Generation leichtfertig aufs Spiel setzen durch Unterbrechung des sicheren Weihezusammenhanges, das wäre ein leichtfertiges Unterfangen!

XXVI) Gerade in einer gesellschaftspolitischen Zeit, in der manche Katholiken „die gläubigen Frauen“ auch in der Kirche „ehrend“ auszeichnen wollen,

ist man nicht gut beraten, wenn man diese „Ehrung“ dadurch geschehen lassen will, dass man ihnen aus einer bestimmten sakramententheologischen Kurzsichtigkeit heraus „verdorbene“ Weihe-Vollmachten vermitteln möchte, mittels deren sie nur ungültige Sakramente der kirchlichen Gemeinschaft zur Verfügung stellen könnten.
Und zur geisterfüllten hierarchischen Einheit, die die wahre Kirche auszeichnet, können diese „(Aus-) gezeichneten“ Frauen als Bischöfe/Priester durch jene mangelhafte Weihevollmacht auch keinen geistgewirkten Ansatzpunkt bei sich anbieten, um als „ordinierte Frauen“ ganz in jene – schon vorhandene – „hierarchische Kircheneinheit“ mit dem aktuellen Bischofskollegium/ bzw. mit dem diözesanen Priesterkollegium in ihrer eigenen Diözese, aufgenommen werden zu können.
Der Verfasser findet es bezeichnend, dass manche, die entgegen den kirchlichen Normen dennoch eine Frauenordination mit einem „unechten“, wenn auch rechtlich gültigen (dh. von der kirchlichen Gemeinschaft abgefallenen) aber damals gültig geweihten Bischof aus Südamerika“ simulierten (d.h.: fälschlich anstrebten), dies in Passagierschiffen auf großen Flüssen (Donau, Rhône, Kongo river) vollziehen, weil sie meinen, sich so der Jurisdiktion eines Ortsbischofes entziehen zu können. Denn große Flüsse durchziehen meist das Territorium mehrerer Ortsbischöfe.

De facto wären/bzw. sind sie, jene Frauen, die das versuchen wollten, zu keiner diözesanen communio zugehörig. Aber dem universalen Hirtendienst des Papstes sind sie dennoch nicht entzogen. Ansonsten sind sie aber „ohne communio“. (Im kirchenrechtlichen Sprachgebrauch sagt man dazu, dass diese Frauen exkommuniziert sind). Es ist dies zuerst ein Zustand, aber zugleich auch ein kirchenrechtlicher Straftitel, um die rechtmäßigen Weihen zu schützen. Entgegen allen Absichten der Förderer der Frauenordination (oft katholische Priester) ist es aber sicher kein „Ehren-titel“, den man eigentlich mit wohlwollender Ermutigung zur Frauenordination diesen gläubigen Frauen – durch Erweckung falscher Hoffnungen – ermöglichen will.
Warum ereifern sich manche katholische Mitbrüder so sehr für die Frauenordination? …… Darf man die Frage stellen, ob der Grund vielleicht ein ungenügendes Selbstverständnis des eigenen apostolischen Weihezusammenhanges mit dem eigenen Bischof ist, der sie in sein Presbyterium aufgenommen hat?
Ist es etwa ein Ersatz für eine mangelnde Erneuerung der eigenen sakramentalen Weihegnade gemäß der Lehre des 2. Vatikanischen Konzils?

Kons.R. lic. theol. P. Robert Bösner OSB,
ehemals: (bis Ende August. 2013): A-3744 Maria Dreieichen,
jetzt: Wallfahrts- Rektor i. R., Benediktinerstift A-3591 Altenburg,
(p.robert@stift-altenburg.at)

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